Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

KOMMT BALD: China Blue Fish und Deborah Antoinette

Veröffentlicht am

Von

julianeaves

Share

Julian Eaves sprach mit China Blue Fish und Deborah Antoinette über ihre Produktion Queen C*nt: Sacred or Profane, die im März 2019 ins Bunker Theatre kommt.

 Produzentin Hannah Elsy erkennt etwas Gutes, wenn sie es sieht – und sie verbindet ihren Namen nie mit etwas, das weniger als wunderbar ist.  Als ich also hörte, dass sie die Produktion der aussergewöhnlichen Arbeit von China Blue Fish und Deborah Antoinette übernommen hat, wollte ich schnell mehr herausfinden.  Bei einem kürzlichen Gespräch mit China und Debs war ich – wie viele vor mir – weit über alle Erwartungen hinaus begeistert. Beide reiten derzeit auf der Welle der überwiegend glühenden Resonanz auf eine deutlich besser als erwartete Erstpräsentation beim Edinburgh Fringe im letzten Sommer; zusammen mit einer verblüffend erfolgreichen Tour hat das dazu geführt, dass ihre Arbeit ein Publikum erreicht und anzieht, das viel grösser und zudem sehr viel vielfältiger ist, als irgendjemand vermutet hätte.  Wer sind sie also – und was treibt sie an? China hat eine helle, durchdringende Stimme und die Fähigkeit, sofort eine starke, direkte Verbindung zu ihrem Publikum herzustellen. Sie kommt aus der Performancekunst, der Schauspielerei und ist Singer-Songwriterin; mitunter war sie als gelegentliche Entertainerin auf Rollschuhen oder Stelzen zu sehen, und als Künstlerin war ihre Arbeit stets von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit grundiert.  Ihre Partnerin in diesem Projekt ist Deborah, die in fast jeder Hinsicht den perfekten Kontrast bildet – mit ihrer sanften Stimme schleicht sie sich beinahe an einen heran, wie aus einer ihrer entwickelten, kollaborativen Stücke oder Theaterperformances, mit einem grosszügigen Einschlag von Comedy, und mit einem gewissen Track Record als Associate- oder Assistant-Producerin, die dafür sorgt, dass jeder Beitrag oder Eingriff in seiner Wirkung makellos sitzt.  Gemeinsam teilen sie dieselbe leidenschaftliche Entschlossenheit, als Künstlerinnen zu leben, und tun alles, um ihre Arbeit als Team weiterzuentwickeln. Kennengelernt haben sie sich in Bristol, im inzwischen geschlossenen Hamilton House, wo sie zugleich Mitglieder des Kollektivs Co-Resist waren.  Aus einem von vielen Gesprächen dort entstand die Entdeckung einer gemeinsamen Motivation, das Thema Belästigung zu untersuchen.  Als dann das Angebot einer Residency im Exeter Bikeshed kam – lange bevor #MeToo Fahrt aufnahm – beschlossen sie, ihre Talente zu bündeln und zu sehen, was aus dieser Kombination entstehen könnte.  Aktualität musste dabei sein, ebenso die Verpflichtung, auf das aktuelle politische oder soziale Klima zu reagieren; zugleich wussten sie, dass ihre Arbeit von einem Geist des Spasses durchzogen sein sollte – Lebensfreude und Vielfalt waren ihre Leitworte. Im Kern basieren die Geschichten, die sie erzählen, auf „Idol-Enthüllungen“: Bloßstellungen dessen, was sich wirklich unter den sittsamen Fiktionen verbirgt, mit denen die fehlbare Menschheit ihre eigensinnigen Verehrungsobjekte umhüllt.  Und in dieser Kavalkade bekommen wir Momentaufnahmen aus den Leben bedeutender Frauen: von der Jungfrau Maria bis hin zur Maybot höchstselbst.  Niemand ist vor dem satirischen Blick dieser beiden sicher – einschliesslich Männern, die sie ebenfalls spielen.  Das hält Männer allerdings keineswegs vom Publikum fern: ganz und gar nicht.  Im Gegenteil – sie waren begeistert, auf ein Publikum zu stossen, das so breit ist wie ihre eigenen künstlerischen Fantasien: Frauen in allen Formen und Facetten kommen, um sie zu sehen – Mütter, Grossmütter – und Männer, viele davon; bei manchen Vorstellungen hatten sie sogar überwiegend männliches Publikum. Woraus speist sich diese grosse Anziehungskraft?  Sie sagen, ihr Ziel sei ganz einfach, eine Welt anzusprechen und abzubilden, „in der wir angeblich gleich sein sollen – es aber nicht sind“.  Eine gute, altmodische Wahrheits-Suche also.  Und sich mit dem zu beschäftigen, „was in unserem Innersten die Erde beben lässt“.  Eine gute, alte, körperlich spürbare Obsession also.  Der Stoff, aus dem echtes Theater ist.  Das alles umgesetzt mit feiner Sensibilität sowie Kühnheit und Wagemut in der Technik – vom präzise choreografierten bis zur freiesten Improvisation – was ihnen ihren besonderen Charakter verleiht. Auf dem Weg haben sie nützliche Arbeitsbeziehungen zu einer Reihe von Partnern aufgebaut, künstlerisch wie gesellschaftlich: Bristol Women’s Voices, verankert an ihrem Ursprung im Südwesten; die Fawcett Society, die für Gleichstellung kämpft; die Good Lad Initiative, die positive Männlichkeit in Institutionen im ganzen Land fördert; sowie Lunette Cup, eine Organisation mit globaler Reichweite, die Periodenarmut und das damit verbundene Leid beenden will.  Während sie hier im Vereinigten Königreich die nächste Phase ihrer Entwicklung angehen, ist es ein Vergnügen, sie kennenzulernen und Teil dieses Abenteuers zu sein.  Jetzt buchen! The Bunker Theatre am 10./11. März 2019

TICKETS FÜR QUEEN C*NT: SACRED OR PROFANE BUCHEN

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS