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KRITIK: The Last Return, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

22. August 2022

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert The Last Return im Traverse Theatre beim Edinburgh Fringe 2022.

The Last Return.

Traverse Theatre

4 Sterne

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Eine willkommene Rückkehr für Druid beim Fringe Festival – mit Sonya Kellys bissiger Satire über den Kampf um eine neue Weltordnung. Für die heisseste Show der Stadt gibt es keine Tickets mehr, doch die wenigen Hoffnungsfrohen stellen sich für Rückläufer in die Schlange. Das Theaterfoyer, eine grandiose Ausstattung von Francis O’Connor, wirkt naturalistisch und lässt nichts von den surrealen Ereignissen erahnen, die gleich folgen. Es gibt viele Witze übers Anstehen und darüber, wo der Anfang der Schlange eigentlich ist – etwas, das bei jedem Fringe-Besucher sofort sitzt. Doch dann kippt die Stimmung, als der Kampf darum, ganz vorn zu stehen, immer härter wird, während schweres, unbeständiges Wetter aufzieht und ein Rückläufer-Ticket plötzlich wieder realistischer scheint.

Zuständig für Tickets – und NUR für Tickets –, ohne jede Verantwortung für die Schlange (es wird erwartet, dass sich die Wartenden zivilisiert selbst organisieren), ist die Ticket Person: Anna Healy liefert eine grossartige Leistung, hält sich strikt an Anweisungen und Durchsagen, bis sie doch eingreifen muss. Umbrella Woman (Fiona Bell) ist Schottland: unbeirrbar unabhängig, fest entschlossen, den Platz ganz vorn zu erobern. Dort steht bereits Grossbritannien (Bosco Hoigan) – und zwar bei jeder Vorstellung. Doch wegen einer schwachen Blase schafft er es nie bis zum Schluss, und das Theater verfolgt eine strikte „Kein Wiedereinlass“-Regel. Dann platzt Amerika (Fionn O Loingsigh) ins Foyer, überzeugt, der rechtmässige Platz sei ganz oben – und die Vorstellung müsse helfen, das militärische PTSD zu bewältigen. Es gibt einen freien Sitz, auf dem ein Rucksack liegt; er gehört einem Mädchen, das im Café ist. Und Naima Swaleh ist die Woman in Pink, „wartet auf eine Freundin“ – geduldig, bis sie schliesslich das Verhalten der westlichen Zivilisation kommentiert.

Das Ensemble ist hervorragend und spielt jeden Gag und jeden Tonwechsel mit beeindruckender Leichtigkeit. Das Stück schraubt Spannung und Lacher meisterhaft nach oben – es passieren Dinge, mit denen das Publikum schlicht nicht rechnet! Diese surreale Farce sagt über Einwanderung und Kolonialisierung mehr aus als jedes andere Stück, das ich zu diesem Thema gesehen habe, und sie endet auf die unerwartetste und schönste Weise. Klug und bissig – eine klare Empfehlung.

23.–28. Aug.

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