NACHRICHTEN-TICKER
REZENSION: The Damned United, West Yorkshire Playhouse ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
1. April 2018
Von
douglasmayo
Jonathan Hall rezensiert The Damned United, das derzeit am West Yorkshire Playhouse läuft.
Luke Dickson als Brian Clough in The Damned United. Foto: Malcij Fotografie The Damned United
West Yorkshire Playhouse (auf Tournee)
Vier Sterne
‘The Damned United’ ist ein großartiges Theaterstück, das von einem Ereignis erzählt, das vielen bekannt ist, aber nicht so viele im Detail kennen: Brian Cloughs turbulente 44 Tage als Manager des mächtigen Giganten, der Leeds United in den 1970ern war. Doch auch Nicht-Fußballfans sollten sich nicht vom Thema abschrecken lassen; in Anders Lustgardens fachkundiger Adaption des Romans von David Peace gibt es viel zu entdecken, wie das Konzept, wie realistisch die Vorstellung von Fairplay in einem Spiel wie Fußball ist (im Hinblick auf den aktuellen australischen Ballmanipulationsskandal), die größere Frage von Prinzipien gegen Realität und vor allem (ermöglicht durch die zweizeilige Zeitstruktur des Stücks) die Vorstellung, wie dieselben Charakterelemente in einem Umfeld zum Erfolg führen können (Clough in Derby), aber in einem anderen zu einem katastrophalen Scheitern (Clough in Leeds) führen können. Es ist ein Theaterstück, das man nach der Vorstellung an der Bar diskutiert und in den frühen Morgenstunden darüber grübelt.
David Chafer (Peter Taylor) und Luke Dickson (Brian Clough) in The Damned United. Foto: Malcij Fotografie.
Einer der vielen Stärken der Schreibweise ist die Art und Weise, wie die notwendigen Details, um die Geschichte zu erzählen - die Deals, die Spiele, die Zweikämpfe, die Fouls, die Teambesprechungen und Konfrontationen, die den Nicht-Fußballfan leicht überfordern könnten - als eine Serie von Schlagabtausch-Gesprächen/Konfrontationen zwischen Clough und seinem bedrängten/ herabgewürdigten Sidekick Pete Taylor präsentiert werden, was bedeutet, dass die Erzählung immer von der faszinierenden und fesselnden emotionalen Dynamik ihrer Beziehung angetrieben wird.
Luke Dickson als Brian Clough in The Damned United. Foto: Malcij Fotografie
Die Regie von Rod Dixon passt zu diesem energetischen Erzählstil; eine leere Bühne ermöglicht, dass die vielen Szenen und Zeitsprünge nahtlos fließen, Bilder, die auf die Rückwand projiziert werden, zeigen stille Spieler, erstarrte Gesichter, zu einem Zeitpunkt die erschütternden Auswirkungen einer geschwungenen Axt.
Das Stück wird von Luke Dickson als Clough und David Chafer als Peter Taylor getragen; ersterer beschwört unheimlich die Kadenz von Cloughs Sprachmustern herauf und vermittelt, obwohl physisch unähnlich, einen Eindruck von seinem selbstbewussten Gehabe, der niemals in Karikatur abgleitet. Erwähnt werden muss auch der dritte Darsteller Jamie Smelt, der so vielfältig eine Reihe von Nebencharakteren spielt, dass ich das Programm überprüfte, um sicherzugehen, dass sie alle von demselben Schauspieler gespielt wurden.
David Chafer (Peter Taylor) und Luke Dickson (Brian Clough) in The Damned United. Foto: Malcij Fotografie
Vielleicht gehört zu den besten Elementen dieser höchst erfolgreichen Show am West Yorkshire Playhouse die Tatsache, dass ‘The Damned United’ eine lokale Geschichte ist, die eine lokale Teilnahme und Reaktion von Menschen provoziert, die nicht unbedingt Theaterbesucher sind. An einem Punkt provozierte die Darstellung der berüchtigten schmutzigen Tricks von United einen wütenden Zwischenruf eines Mannes vor mir; offenbar ist, wenn die Show in lokalen Arbeiterclubs gespielt wird, die Reaktion und das Kommentieren des Publikums sehr wohl Teil des Abends. Aber ihr Genuss ist unzweifelhaft, ihr Engagement fügt dieser Show eine kraftvolle zusätzliche Dynamik hinzu.
Alles in allem kann der Abend mit einem Wort zusammengefasst werden, das jemand direkt hinter mir sagte: „Qualität.“
Bis zum 7. April, dann auf Tournee.
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