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REZENSION: Alice d'Lumiere: Sprechen und Anpassen, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Alice d'Lumiere in ihrer neuen Show Speaking Out and Fitting In im Mercury Theatre, Colchester.

Alice d'Lumiere Alice d’Lumiere: Speaking Out and Fitting In. Mercury Theatre, Colchester

30.6.22

4 Sterne

Tourdetails zu Alice d'Lumiere

Performance-Poetin, Burlesque-Künstlerin, Aerial-Artistin und schlichtweg vielseitige Denkanstösserin rund um alles, was genderfluid ist: Alice d’Lumieres neue Show hält, was ihr Titel verspricht. Die eigene Stimme zu finden und in der Gesellschaft seinen Platz zu finden, steht im Zentrum dieser spielerischen Erfahrung, die auf beiden Seiten der Geschlechtergrenze wandelt – das Leben einmal als Mann und einmal als Frau betrachtet und die Reaktionen der Menschen spürt. Von den Einschränkungen einer vernünftigen Geschäftsfrau, eingezwängt in einen Zug voller breitbeiniger Manspreading-Pendler – in flachen, praktischen Schuhen und Business-Outfit – bis zu einem glanzvollen Finale hoch oben auf einem Weihnachtsbaum werden Schichten abgelegt, gewechselt und neu angelegt, während die vielen Facetten von Weiblichkeit erkundet werden.

Die vierte Wand fällt, verschiedene Stimmen führen uns durch Alices zahlreiche Erfahrungen; die Gedichte sind witzig und punktgenau, und der Rhythmus des Textes im Pendlerzug erinnert an „Night Mail“, Audens Klassiker. Ein schimmerndes blaues Kleid weicht burlesker Sinnlichkeit; Regisseurin und Lehrerin Angelica Bangs platziert Alice souverän auf einem Aerial Hoop – eine Fertigkeit, die sie eigens für diese Show erlernt hat. Das ist beeindruckend und – ja – fliessend, und die Show beginnt wirklich abzuheben, findet einen selbstbewussten Sashay durch unterschiedliche soziale Situationen, nur unterbrochen von der Schilderung, wie ein widerlicher, betrunkener Mann Alice in einem Pub begrapscht. Viele Momente lassen uns innehalten und über die weibliche Erfahrung nachdenken.

Komponistin Tina Gooding liefert eine Musik, die perfekt mit dem Material harmoniert, auch wenn die aufgezeichneten Voiceovers etwas leise waren. Das lenkte jedoch nicht allzu sehr von einer Show ab, die für mich zwei grosse Stärken hat. Die erste ist die Stimme selbst. Alice und ihr männliches Gegenüber Darren Gooding erproben viele Stimmen auf der Suche nach ihrer eigenen; da gibt es auch ein grossartiges Eddie-Izzard-Riff, das zudem hervorragende Imitationskünste zeigt! Alices Stimme ist sanft, höflich – und dennoch nicht weniger kraftvoll; sie beweist, dass eine Stimme nicht toben muss, um enorme Wirkung zu entfalten. Der zweite Punkt ist Freundlichkeit. Diese Show ist mit Sorgfalt und Mitgefühl gemacht, und wir fühlen uns darin willkommen; das Saallicht bleibt stets halb an, damit Alice direkt zu uns sprechen kann – so sehr, dass wir uns vom ersten Moment an zugehörig fühlen. Ihr nächstes Werk wird Oper enthalten. Ich kann es kaum erwarten!

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