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Rezension: The Rivals – Theatre Royal Haymarket ✭✭✭

Veröffentlicht am

24. November 2010

Von

Leitartikel

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Martin Schurman bespricht Peter Halls elegante Neuinszenierung von The Rivals, wünscht sich von dieser Produktion jedoch mehr Feuer und Leidenschaft.

Peter Bowles & Penelope Keith treffen in The Rivals als streitlustige Kontrahenten wieder aufeinander. An Peter Halls anmutiger Inszenierung von The Rivals gibt es vieles zu genießen. Simon Higletts Bühnenbild ist in seiner Schlichtheit klassisch und evoziert sowohl die eleganten Halbmonde von Bath als auch die beengten Salons der Oberschicht. Das Licht ist wunderschön gesetzt, die Kostüme sind opulent. Doch vom ersten Moment an, wenn sich der Vorhang hebt, lässt sich das Gefühl nicht abschütteln, Peter Hall inszeniere eher eine Oper als ein Schauspiel.

Ach, ein wenig Sexappeal oder ein Hauch von Gefahr. Diese Wiederaufnahme ist traditionell und hübsch, ja – aber es fehlt ihr an Glut. Unter der Oberfläche gibt es wenig, das die rarefizierte Luft des Bath des 18. Jahrhunderts in Unruhe versetzt. Robyn Addison hat als Lydia Languish Mühe mit dem Text und verfällt in eine monotone Sprechweise, um ihre Mattigkeit auszudrücken. Tam Williams als ihr Verehrer treibt seine Stimme in die entgegengesetzte Richtung und springt in der Tonlage auf und ab. Das steht in einem merkwürdigen Kontrast zum hervorragenden Ian Conningham als Diener Fag, zum köstlich sardonischen Tony Gardner als Faulkland, zur natürlicheren Sprechweise von Carlyss Peer als Zofe und zu Annabel Schoely als Lydias Freundin und Vertraute Julia. Selbst Kieron Self und Gerard Murphy als Bob Acres und Sir Lucius O’Trigger – breit gezeichnete komische Rollen – kosten ihre Auftritte bis zum Letzten aus, behalten dabei aber eine natürliche Sprachführung.

The Rivals ist eine wortreiche Komödie, und ein Großteil des ersten Akts besteht aus Exposition; im zweiten gibt es dann unerquicklich wenig Handlung, die das Publikum über das Bewundern der hübschen Kostüme hinaus fesselt. Zum Glück geht es weniger um die Handlung und mehr um die Besetzung von Sir Anthony Absolute und Mrs. Malaprop – und hier überzeugt diese Produktion zumindest. Mit Peter Bowles und Penelope Keith in den Rollen wirkt die Chemie zwischen beiden geradezu ansteckend, wenn sie sich mit sanftem Flirt durch das Geschehen bewegen. Allerdings ist das eher die freundliche Vertrautheit zweier alter Freunde als sexuelle Spannung. Bowles streift mit Stock und lakonischer Sprechweise über die Bühne – halb Pantomime-Schurke, halb lüsterner Onkel –, während Keith die übliche Überdrehtheit meidet und der Figur eine berührende Menschlichkeit verleiht.

Am Ende schaffen es selbst diese beiden Routiniers nicht, das Stück zu entzünden. Es gibt einige wunderbare Einfälle im Spiel, und alles perlt durchaus angenehm dahin – doch nie erreicht es den Siedepunkt. Elegant ist es, ja, aber zu sicher.

Spielzeit bis 26. Februar Mehr Infos

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