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REZENSION: Apollo 13 Die Dunkle Seite des Mondes, Original Theatre Company ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Apollo 13: The Dark Side Of The Moon von Torben Betts, online präsentiert von der Original Theatre Company.

Besetzung von Apollo 13 Apollo 13: The Dark Side of the Moon.

Jetzt im Stream auf Original Theatre online.

4 Sterne

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„Houston, we have a problem“ – fünf Worte, die vielen Millionen Menschen weltweit bekannt sind, vor allem dank des von Tom Hanks angeführten Films von 1995, der NASAs abgebrochene Mondmission von 1970 nachzeichnete. Die Explosion eines Sauerstofftanks brachte die Mission – und das Leben der Männer – in Gefahr, und nachdem anfangs nur wenig Interesse an der Mission bestand, schaute die Welt zu, wie die Gravitationskraft des Mondes genutzt wurde, um die Astronauten nach Hause zu bringen. Selbst wenn man den Ausgang kennt: Original Theatres technisch beeindruckende Produktion ist eine mitreissende Reise. Torben Betts’ straffes Buch verschwendet kein Wort, ist in dem, was es sagt, angenehm ökonomisch, weniger an technischen Meisterleistungen interessiert als an menschlicher Teamarbeit – und an dem imaginierten Gespräch, das die Männer in ihren Minuten auf der dunklen Seite des Mondes geführt haben könnten, ausserhalb der Verbindung zur Erde. Eingefasst von einem Interview mit den beiden überlebenden Astronauten anlässlich von fünfzig Jahren seit der Mission, richtet das Stück den Blick auf die Isolation, die die Männer gespürt haben müssen, und zieht zahlreiche Parallelen zu unserer Pandemie-Zeit.

Dieser Kniff verleiht dem Abend einen dokumentarischen Charakter; unter Einhaltung von Social Distancing ist die Kamera nah an den Gesichtern der Darstellenden und verstärkt so auf wunderbare Weise die Intimität des Dramas. Die Regisseure Alistair Whatley und Charlotte Peters sowie Filmregisseur und Editor Tristan Shephard formen das Material hervorragend; besonderes Lob gilt Sophie Cottons Musik, die nie aufdringlich oder überwältigend wirkt, sondern das Stück fein unterstützt – anschwellend, wenn es nötig ist, und still, wenn es sein muss.

Das Ensemble ist stark: Tom Chambers als Jack Swigert, Christopher Harper als Commander Jim Lovell und Michael Salami als Fred Halse, hier neu gedacht und als Afroamerikaner besetzt. Das ermöglicht Betts eine Debatte über die Bürgerrechtsbewegung zwischen Halse und dem rechtsgerichteten Swigert – nicht immer von grosser Subtilität, aber wirkungsvoll darin, Parallelen zwischen damals und heute zu öffnen und zu zeigen, wie dieselben Kämpfe fortbestehen. Zugleich erinnert die Präsenz älterer Versionen von Lovell und Halse – berührend gespielt von Phillip Franks und Geoff Aymer – an die Leistung, sie nach Hause zu bringen, und an die Schönheit des Menschlichen: Bewegend fordern sie uns auf, unsere Liebe den Menschen zu zeigen, die uns wichtig sind, denn die Zeit ist so kurz. Poppy Roe als Interviewerin und Jenna Augen als Stimme der Missionskontrolle sorgen für eine weibliche Präsenz. Es ist eine hochgradig gelungene Reise – und kein anderer Mensch ist je so weit weg von der Erde, von zu Hause, gewesen wie diese Astronauten.

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