Die zweite Dezemberwoche bringt die Bekanntgabe der WhatsOnStage-Nominierungen – mit Paddington the Musical, das mit vierzehn Nominierungen einen neuen Rekord aufstellt und seine aussergewöhnliche Beliebtheit beim Publikum eindrucksvoll unterstreicht. Matthew Bournes The Red Shoes feiert am Sadler’s Wells Premiere, und Paranormal Activity zieht ins Ambassadors Theatre ein – eine Woche, die bestätigt, dass der Dezember zu den ereignisreichsten Zeiten im britischen Theaterkalender zählt.
Die WhatsOnStage-Nominierungen sind bekanntgegeben worden: Paddington the Musical erhielt vierzehn Nominierungen – ein Rekord in der Geschichte der Auszeichnungen. Das Ergebnis spiegelt die aussergewöhnliche Resonanz wider, die die Produktion seit ihrer Premiere am Savoy Theatre ausgelöst hat: Sie vereint Anerkennung der Kritik mit jener breiten Begeisterung, die die publikumsgewählten WhatsOnStage Awards gezielt sichtbar machen.
Vierzehn Nominierungen über das gesamte Spektrum der Kategorien hinweg deuten auf eine Produktion hin, die von den abstimmenden Theaterbesucherinnen und -besuchern als aussergewöhnlich stark bewertet wurde. Die Kategorien, in denen Paddington nominiert ist, reichen von Darstellung über Ausstattung und Regie bis zur Produktion – ein Hinweis darauf, dass der Zuspruch nicht auf einen Bereich konzentriert ist, sondern sich über die ganze Bandbreite theatraler Leistung erstreckt.
Diese Rekordzahl an Nominierungen wird das Interesse an der Produktion weiter anfachen, und wer sie bislang noch nicht gesehen hat, findet in der WhatsOnStage-Anerkennung einen zusätzlichen Grund, Karten zu buchen. Die Spielserie am Savoy Theatre läuft weiter – und die Nachfrage dürfte nach dieser Bekanntgabe nochmals spürbar steigen.
Die WhatsOnStage-Nominierungen würdigen zudem eine Reihe weiterer Produktionen aus dem gesamten Jahr und spiegeln damit die Vielfalt der Theateraktivitäten wider, die die Awards abdecken. Die Shortlist ist ein hilfreicher Wegweiser für alle, die wissen möchten, welche Produktionen das theaterbegeisterte Publikum als besonders bedeutend empfunden hat – und die Dezember-Bekanntgabe wird in den kommenden Wochen für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Les Misérables und Hadestown wurden in früheren WhatsOnStage-Zyklen bereits ausgezeichnet und zeigen damit ihre anhaltende Wirkung auf das Theaterpublikum.
Matthew Bournes The Red Shoes hat am Sadler’s Wells eröffnet und bringt eine der beliebtesten Produktionen aus dem Repertoire der New-Adventures-Company zurück zu den Londoner Zuschauerinnen und Zuschauern. Basierend auf dem Powell-und-Pressburger-Film von 1948, der wiederum auf der Geschichte von Hans Christian Andersen beruht, ist The Red Shoes ein Signaturstück für Bourne und seine Compagnie: Es verbindet die emotionale Intensität des Stoffes mit der körperlichen Sprache des zeitgenössischen Tanztheaters.
Sadler’s Wells ist die natürliche Heimat dieser Produktion: Die lange Geschichte des Hauses mit Tanz und Physical Theatre schafft den stimmigsten Rahmen für eine Show, die die öffentliche Identität der Compagnie geprägt hat. Die Anziehungskraft reicht weit über das klassische Tanzpublikum hinaus – die Mischung aus theatralischem Erzählen, spektakulärem Design und der emotionalen Wucht der „roten Schuhe“-Erzählung macht das Stück zu einem der zugänglichsten Werke im zeitgenössischen Tanztheater-Repertoire.
Bournes besonderes Talent, klassischen Tanz mit theatralischem Erzählen zu verbinden, zeigt sich in vielen Arbeiten seiner Compagnie – und The Red Shoes präsentiert diese Stärke in ihrer ausgefeiltesten Form. Für alle, die seine Arbeit zum ersten Mal erleben, ist die Produktion ein idealer Einstieg; für Kennerinnen und Kenner des New-Adventures-Kanons ist die Rückkehr nach London eine Gelegenheit, eines der bedeutendsten Werke erneut zu entdecken.
Paranormal Activity hat am Ambassadors Theatre eröffnet und bringt das Found-Footage-Horror-Phänomen auf die Theaterbühne – in einer Inszenierung, die die besonderen Möglichkeiten der Live-Performance gezielt ausnutzt. Horror-Theater nimmt in der britischen Theaterlandschaft eine Nischenrolle ein, hat aber ein treues Publikum; Produktionen dieser Art testen, wie überzeugend sich das Genre von seinen Leinwand-Ursprüngen ins Theater übertragen lässt.
Das Ambassadors Theatre ist ein intimes West-End-Haus, und die räumliche Nähe zwischen Publikum und Spiel, die es ermöglicht, passt zu einer Produktion, deren Wirkung auf der allmählichen Verdichtung von Atmosphäre und auf der Suggestibilität des Publikums beruht. Das Theater bietet dem Horror besondere Vorteile: die Unmöglichkeit des Schnitts, die Präsenz realer Darstellerinnen und Darsteller im selben Raum wie das Publikum sowie die kollektive Natur des Erlebnisses – all das erzeugt Effekte, die der Bildschirm so nicht auf dieselbe Weise nachbilden kann.
The Lion King und Matilda the Musical bleiben über die Weihnachtszeit hinweg verlässliche Familienunterhaltung im Theater – ihre Mischung aus Qualität, Zugänglichkeit und spektakulärem Bühnenzauber macht sie zu den sichersten Tipps für alle, die in den Festwochen mit Kindern nach London kommen.
Das Dezemberprogramm insgesamt zeigt das West End von seiner vielfältigsten und kommerziell lebhaftesten Seite: Die Bandbreite der laufenden Produktionen deckt inzwischen jedes Theatergenre und jedes Erfahrungsniveau ab.
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