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KRITIK: Der Tod und das Leben von uns allen, Summerhall, Edinburgh Festival Fringe ✭✭✭
Veröffentlicht am
13. August 2023
Von
pauldavies
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Paul T Davies bespricht The Death and Life of All of Us, das im Rahmen des Edinburgh Fringe in Summerhall zu sehen ist.
The Death and Life of All of Us
Summerhall, Edinburgh Fringe
3 Sterne
Diese autobiografische Show ist ein Liebesbrief an Victor Esses’ Grosstante Marcelle, die er zum ersten Mal kennenlernte, als er 19 war. Sie war vom Libanon nach Italien gezogen, vom Judentum zum Christentum konvertiert und bewahrte ihr Leben lang ein Geheimnis. Mit Hilfe seiner Aufnahmen von ihr gestaltet er ein dokumentarisches Stück über eine Frau, zu der er sich ganz offensichtlich sehr verbunden fühlte.
Das grösste Problem für mich war die schlechte Tonqualität der Videoaufnahmen – ich hatte Mühe zu verstehen, was gesagt wurde. Entsprechend wusste ich nicht, worin ihr grosses Geheimnis bestand, oder konnte es nicht einordnen. Für andere Passagen der Show wurden Untertitel eingeblendet, aber für die Bänder hätten wir sie wirklich gebraucht. Das ist ein technisches Problem, an dem sich arbeiten lässt, falls sich das Stück weiterentwickelt.
Andere Bereiche funktionieren deutlich besser. Esses ist ein sensibler Erzähler, findet einen guten Draht zum Publikum, und sein Tanz über Freiheit und Identität am Schluss hat mir gefallen. Auch die Musik von Enrico Aurigemna habe ich sehr genossen. Die verschiedenen Elemente der Show müssen noch stimmiger miteinander verwoben werden, und insgesamt wirkte es sehr wie ein Werk im Entstehen.
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