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REZENSION: Strategie der Liebe, Mercury Theatre Colchester (auf Tour) ✭✭✭

Veröffentlicht am

1. Oktober 2023

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Strategic Love Play im Mercury Theatre Colchester, präsentiert von Paines Plough im Rahmen der Tournee.

Strategic Love Play Mercury Theatre, Colchester 30. September 2023 3 Sterne Tour-Website Präsentiert von der mächtigen Paines Plough, einem Schwergewicht für neue Stücke, macht Miriam Battyes Drama im Rahmen der Tournee Station im Mercury – im Gepäck Fünf-Sterne-Kritiken en masse und ein Fringe First aus Edinburgh. Ein Paar hat nach rechts gewischt und trifft sich zum ersten Mal: Sie sucht nach Wahrheit und bringt ihn damit in Verlegenheit, er fühlt sich ein bisschen langweilig. Ihre vergangenen Beziehungen sitzen mit am Bartisch und sind in ihrem Gespräch präsent – und alles wirkt von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber sie bleiben noch auf ein weiteres Getränk, und das Stück fragt, was wir eigentlich unter Liebe verstehen – und ob moderne Gesellschaft und soziale Medien Paare schon entkoppeln, noch bevor sie sich überhaupt richtig begegnen. Die Stärke des Stücks liegt im Dialog, mit einigen wunderbar pointierten Zeilen, besonders in der ersten Szene. Doch die Struktur empfand ich als schwach, und vielleicht hat die Last der Erwartungen dem Abend ein wenig geschadet.

Das schmälert in keiner Weise die Leistung des versierten Ensembles: Archie Backhouse als der Mann gerät durch die Originalität der Fragen seines Dates sofort in die Defensive – und wenn er mit einer Tüte Chips im Mund hereinkommt, wirkt er wie ein verletzlicher kleiner Welpe. Letty Thomas als die Frau zeigt ebenfalls ihre Verletzlichkeit; ihre Bissigkeit und direkte Art kleiden einen deutlichen Schmerz.  Ihr Pessimismus lässt mich allerdings fragen, warum sie sich das überhaupt antut, und das Date beginnt sich unerquicklich sinnlos anzufühlen – zumal das Tempo nach einer starken Eröffnungsszene spürbar abfällt. Das Stück steuert zwar auf ein natürliches Ende zu, geht dann aber noch weiter, tiefer hinein in Hoffnungslosigkeit. Rhys Jarmans einfallsreiches Bühnenbild dreht sich und leuchtet auf – und in einem Moment des Glücks wird Lagerbier aus dem Lampenschirm in ein Glas gegossen. Das sorgt zwar für starke Bühnenbilder, doch ich fragte mich zunehmend, wozu das alles dient. Als Ausdruck ihrer Gefühle: in Ordnung. Aber die stärker surrealen Elemente nehmen dem Stück seine Natürlichkeit, und eine statischere, realistischere Umgebung hätte ihm besser gestanden. Ich hatte zunehmend das Gefühl, die Figuren würden nur noch als Sprachrohre für den Text dienen, und meine Empathie ging verloren. Auch das soll der präzisen Regie von Katie Posner keinen Abbruch tun – und es gibt viele Aspekte, die funktionieren. Strategic Love Play auf Tournee

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