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REZENSION: Ich denke wirklich, dass dies Ihr Leben verändern wird, Mercury Theatre ✭✭✭

Veröffentlicht am

2. November 2023

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht I Really Do Think This Will Change Your Life im Mercury Theatre Colchester.

Emma Louise Howell. Foto: Will Green I Really Do Think This Will Change Your Life. Mercury Theatre, Colchester 1. November 2023 3 Sterne Social Influencers lösen selten besonders viel Mitgefühl aus. Es ist eine seltsame Welt, in der sie leben: voller Produkte, Schein und einem endlos fortgeschriebenen Social-Media-Profil, das in jedem Lebensbereich die positiven Seiten betont! Emma-Louise Howells Stück führt uns hinter die Hashtags: Belle war mit 17 ziemlich beliebt – doch jetzt, mit 24, wohnt sie bei ihrer Mum, hat kaum Perspektiven und, nach einem Vorfall auf dem Kindergeburtstag, noch weniger Follower, als eine andere Disney-Prinzessin vor ihr am Veranstaltungsort auftaucht. Dann landet in ihren DMs ein Angebot – im Grunde ein Pyramidensystem –, von dem man ihr versichert, es werde ihr Leben verändern.

Emma Louise Howell. Foto: Will Green Von Howell selbst gespielt, knistert und pingt ihr Text mit der Dringlichkeit der Emojis, die überall in ihren Social-Media-Posts aufploppen: witzig, pointiert und eine scharfe Satire auf unser Social-Media-Zeitalter. Die ersten zehn Minuten oder so sind ein reines Comedy-Vergnügen, und es gibt einen herrlichen Running Gag mit den Massage-Nachrichten, die ihre Mutter an der Kühlschranktür hinterlässt. Möglicherweise setzt Howell ihren Standpunkt zu früh, denn bald wird klar, dass es für Belle nur einen Weg gibt: erst rasant nach oben – und dann sehr schnell nach unten. Das Stück könnte ein paar Minuten kürzer sein; die Dringlichkeit des Anfangs lässt zur Hälfte nach, und Belle blickt selten über die eigenen Bedürfnisse hinaus. Auch ein Nebenstrang – ein Zerwürfnis mit ihrer besten Freundin – hält weniger, als er verspricht, und verläuft im Sande. Das schmälert die Qualität des Textes nicht: Howells Stimme ist stark und voller Potenzial. Dies ist jedoch keine reine Solo-Performance: Sie ist wunderbar im Einklang mit den lebendigen Bildern und dem Storytelling des Video-Designers Matt Powell, und Regisseurin Hetty Hodgson hält das Tempo spritzig.  Ich habe in diesem Jahr viele Produktionen gesehen, die Social Media und Bildschirme in den Text integrieren – manche gelungener als andere –, und diese hier gehört ganz sicher zu den erfolgreichsten. Wirklich stark ist das Stück in seinem präzisen Blick auf den Schaden – und die Selbstschädigung –, den Social Media anrichten kann, und auf den bösartigen Griff, den es auf viele junge Menschen ausübt.

 

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