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REZENSION: Ghost Stories, Ambassadors Theatre London ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon findet, dass Jeremy Dyson und Andy Nymans Ghost Stories bei seinem jüngsten West-End-Gastspiel im Ambassadors Theatre noch immer für Schockmomente sorgt

Foto: Chris Payne Ghost Stories

Ambassadors Theatre, London

Vier Sterne

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Fast zehn Jahre ist es her, dass Ghost Stories begann, sein Publikum das Fürchten zu lehren. Nach der Premiere im Liverpool Playhouse im Februar 2010 hatte die schauderhafte Show von Jeremy Dyson und Andy Nyman mehrere London-Spielzeiten, ging auf Tour rund um die Welt – bis nach China, Australien und Peru – und wurde vor zwei Jahren zudem als erfolgreicher Kinofilm adaptiert. Wie die besten Geistergeschichten weigert sich ihr Reiz zu verblassen: Rechtzeitig zu Halloween und zur Wintersonnenwende ist sie für ein weiteres Gastspiel ins Londoner West End zurückgekehrt.

Selbst wenn man die ganze Geschichte bereits kennt, hat sie noch immer die Kraft, einen zusammenzucken zu lassen. Tatsächlich merke ich bei einer zweiten Sichtung erst, wie viel mir beim ersten Mal entgangen ist – und dadurch wirkt das Ganze noch unheimlicher und verstörender. Die Struktur ist all jenen vertraut, die mit alten „Portmanteau“-Horrorfilmen wie dem Klassiker Dead of Night (1945) aufgewachsen sind: eine Reihe verschiedener Geschichten, lose zusammengehalten von einem übergeordneten Handlungsbogen (wie man heute im TV sagt). Hier eröffnet Professor Goodman das Stück, indem er mit dem Publikum interagiert wie bei einem öffentlichen Vortrag und seine säkulare, nüchtern-rationale Botschaft verkündet, dass es so etwas wie Geister nicht gebe.

Foto: Chris Payne

Er macht sich daran, drei realitätsnahe, zeitgenössische Berichte über übernatürliche Erlebnisse zu präsentieren – und zu entlarven. Von einer verlassenen Lagerhalle über eine abgelegene, neblige Landstraße bis hin zu einem schicken Zuhause in Notting Hill werden diese klassisch anmutenden Geschichten auf der Bühne durch Jon Bausors einfallsreiches Bühnenbild und Scott Penroses Spezialeffekte lebendig, unterstützt von James Farncombes klugem Lichtdesign und Nick Mannings beunruhigenden Soundeffekten, die das gesamte Theater erfüllen. Diese Erzählungen sind voller langsam aufgebauter Spannung und plötzlicher Schreckmomente, die dem Publikum nach wie vor Schreie und nervöses Lachen entlocken. In bester Horrortradition sind sie zudem von schwarzem Humor und einem Hauch von Albernheit durchzogen.

Simon Lipkin ist hervorragend als Goodman und liefert seinen entlarvenden Vortrag mit trockenem Ernst, ganz in der langen gotischen Tradition des empirischen Wissenschaftlers, der dem Übernatürlichen gegenübersteht. Stark unterstützt wird er von Garry Cooper als mürrischem Sicherheitsmann, Preston Nyman als verwöhntem Teenager und Richard Sutton als arrogantem Trader. Unter der Regie von Sean Holmes gemeinsam mit Dyson und Nyman liefert Ghost Stories auch nach fast einem Jahrzehnt noch zuverlässig Nervenkitzel. Absperrbänder, flackerndes Licht und eine unheimliche Klanglandschaft steigern die Anspannung im Zuschauerraum des Ambassadors, und noch bevor man das Theater betritt, fordert ein Warnschild „Menschen mit einer nervösen Veranlagung“ auf, „sehr ernsthaft zu überlegen, bevor sie die Vorstellung besuchen“. Wenn man den kreidebleichen Abgang einer Person nach den Schreckmomenten der ersten Geistergeschichte als Maßstab nimmt, haben manche diese Warnung offenbar nicht ernst genug genommen.

Im Ambassadors Theatre bis zum 4. Januar 2020, anschließend auf UK-Tournee

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