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REZENSION: Babe, das Schaf-Schwein, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭✭
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Von
pauldavies
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Paul T Davies rezensiert David Woods Bühnenadaption von Dick King-Smiths Babe – das Schafsschwein, die derzeit im Mercury Theatre Colchester zu sehen ist.
Die Besetzung von Babe – das Schafsschwein. Foto: Robert Day Babe – das Schafsschwein.
Mercury Theatre, Colchester.
2. Juli 2018
5 Sterne
Jetzt buchen Die Tradition der sommerlichen Familienshow am Mercury Theatre begann vor ein paar Jahren – und seit der ersten Produktion hat das Ensemble die Messlatte unglaublich hoch gelegt. Jedes Jahr denke ich, das lässt sich nicht mehr toppen, und auch dieses Jahr wurde ich wieder eines Besseren belehrt. Vom ersten „Mäh“ bis zum letzten „Das genügt“, hat mich Babe – das Schafsschwein – und das gesamte Publikum – vollkommen in den Bann gezogen. Die Geschichte vom kleinen Schweinchen, das so gut lernt, Schafe zu verstehen, dass es die National Sheep Dog Trials gewinnt, ist purer Charme, und eine hervorragende Truppe schafft eine Atmosphäre, der man unmöglich widerstehen kann.
Die Besetzung von Babe – das Schafsschwein. Foto: Robert Day
Das Ensemble ist großartig und vielseitig begabt, spielt eine Reihe von Instrumenten und Figuren und lässt dabei keinen Takt aus. Gareth Clarke ist ein warmherziger, ungemein sympathischer Farmer Hoggett – ein Mann weniger Worte, der dennoch alle Widrigkeiten überwindet – und Jonathan Cobb erweckt Babe mit herrlicher Leichtigkeit zum Leben. Er muss das am meisten übersehene Mitglied der Truppe sein; man schaut auf Babe, nicht auf ihn! Jessica Dyas ist eine wunderbare Fly, unsere Erzählerin und Freundin, die lernt, dass Schafe überhaupt nicht dumm sind. Ebony Freare, Rachel Hammond, James Peake, Heather Phoenix und Joseph Tweedale sind alle, ganz einfach, herausragend – als Schafe und in einer Vielzahl weiterer Rollen; ihre Vielseitigkeit und die schnellen Kostümwechsel sind verblüffend! Jede Figur ist klar gezeichnet und unverwechselbar; besonders begeistert haben mich Bryn, der walisische Schäferhund mit einem Hauch Tom-Jones-Esprit, die weise Schafmutter Ma und der Hahn, der stolz über die Bühne stolziert und dabei kräftig seine eigene Trompete bläst!
Gareth Clarke, Jonathan Cobb und Heather Phoenix in Babe – das Schafsschwein. Foto: Robert Day
David Woods klassische Adaption von Dick King-Smiths Buch ist auf den Punkt gebracht, lässt aber weder Handlung noch Magie aus – und Regisseurin Katie Posner hat eine perfekte Familienshow auf die Beine gestellt. Es ist zudem ein weiterer Triumph für Bühnen- und Kostümbildnerin Sara Perks, die einen Farmhof wie aus dem Bilderbuch geschaffen hat, mit Kostümen, die einfach Freude machen. Der einzige Hinweis, den ich geben würde: Kurz vor der Pause gibt es einen herzstillenden Moment sowie eine alptraumhafte Traumsequenz, vor der sich die ganz Kleinen eventuell fürchten könnten. Aber keine Sorge – am Ende wird alles gut!
Jessica Dyas in Babe – das Schafsschwein. Foto: Robert Day
Auch die Tradition, jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Bühne einzuladen, damit sie die Besetzung kennenlernen, wird fortgeführt – und ich liebe das, denn ich bin überzeugt, dass hier gerade künftige Theatermacherinnen und Theatermacher geboren werden! Ob ihr die Geschichte durch den Film kennt, durch das Buch – oder selbst wenn ihr sie gar nicht kennt: Macht euch auf ins Mercury, zum großen Sommervergnügen! Am Ende des Stücks sagt Farmer Hoggett: „Das genügt.“ Nun, Mercury Theatre: Es tut weit mehr als nur „genügen“ – es ist perfekt!
Bis 26. August 2018
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