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REZENSION: Stephanie J. Block und Sebastian Arcelus, Seth Concert Series Online ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

julianeaves

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Julian Eaves bespricht Stephanie J Block und Sebastian Arcelus, mit Seth Rudetsky als Gast im Rahmen der Online-Ausgabe der Seth Concert Series.

Stephanie J Block und Sebastian Arcelus mit Seth Rudetsky The Seth Concert Series Online

4 Sterne

Gestreamt am 18. April und wiederholt am 19. April

Das war eine sichere, reizende, behagliche und rundum angenehme Show – genau richtig zum Zurücklehnen, Schwelgen und Bewundern.  Die Songs wurden meisterhaft gesungen, das Klavier exquisit gespielt (woran das Sängerpaar den musikalischen Leiter immer wieder erinnerte: Er hat es „immer noch drauf!“), und der Schlagabtausch floss freundlich und angenehm sprudelnd dahin.  Wenn etwas fehlte, dann war es – unvermeidlich – die dramatische Spannung von „Theater“, aus der dieses „Musical-Theatre“-Produkt hervorgegangen ist.  Ohne dramatischen Kontext zünden die Songs schwerer so, wie sie gedacht sind; und wenn dann keine weitere Ebene dazukommt – eine Hommage an eine*n Künstler*in, eine Analyse eines Autors oder einer Kreativen – wird das Cabaret dem Repertoire, aus dem es schöpft, nicht ganz gerecht.

Billy Joels „I Saw The Lights Go Down On Broadway“ ergab einen passend nihilistischen Auftakt zu dieser Folge von Seth Rudetskys unverzichtbarer Cabaret-Chatshow-Reihe.  Und das Ehepaar Block und Arcelus brachte das mit Leidenschaft rüber.  Danach stieg Stephanie direkt ein mit „Early Morning Madness“ aus Andrew Lloyd Webbers und Don Blacks Sunset Boulevard.  Das war deutlich vertrauteres Terrain.  Noch mehr davon gab es mit Sebs Solo „Glory“ aus Larsons Rent – eine Show, die er gut kennt, schließlich war er am Broadway als Swing dabei.

Dann ging es zu einem weiteren Liebling dieser Reihe, The Pajama Game (Richard Adler und Jerry Ross), für ein Duett von „I Love You More“.  Außerdem gab es Musik aus Falsettos (William Finn schrieb die Songs, James Lapine das Buch – und Lapine selbst war zur Stelle, um sein Gütesiegel für das Casting der nächsten Tournee-Company zu geben) sowie aus der ganzen geliebten Standard-Auswahl dieser Show.  „As Long As You're Mine“ aus Schwartzs Wicked war eine weitere gute, klassische Duettwahl für die beiden, und wir bekamen den Song sogar in einer aufgemotzten Version für sechs Männerstimmen als Teil des Sing-Off-Wettbewerbs.

Erfrischend war, dass auch etwas weniger Bekanntes dazwischen auftauchte: „True Companion“ (Marc Cohn) war das perfekte Vehikel für Sebs geschmeidigen, croonenden Tenor, schimmernd vor Country-&-Western-Coolness.  Stephs Antwort darauf war Ahrens und Flahertys „At Times Like This“ aus Stiff.  Und anschließend hörte man noch mehr aus dem Schaffen dieses Duos – diesmal üppig melodisch aus Ragtime: „Our Children“.  Ihre Stimmen mischten sich wunderschön.

Das galt auch für „Move On“ aus Sondheims Sunday in the Park with George, mit einer netten Rollenumkehr – und einer Umschreibung der Geschichte!  (Warum nicht?  Wenn man die Welt nicht im Theater so verändern kann, dass sie zu den eigenen Träumen passt – wo dann?)  Und dann noch mehr William Finn aus einer weiteren James-Lapine-Zusammenarbeit: „I Feel So Much Spring“ aus A New Brain.  Vielleicht finden sie ja eines Tages heraus, wie man uns ganze Shows gibt, oder konzeptbasierte Recitals, oder etwas anderes – und wegkommt von diesen verlockenden Häppchen?  Das wäre schön.

Bis dahin gingen wir alle mit „so viel Frühling“ im Gefühl hinaus: eine Jahreszeit voller Charme, Anmut und Potenzial.

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