NACHRICHTEN
KRITIK: Prick, Space On The Mile ✭✭✭
Veröffentlicht am
16. August 2023
Von
pauldavies
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Paul T Davies rezensiert „Prick“ von Laurie Flanigan Heggie im Space On The Mile, gezeigt im Rahmen des Edinburgh Fringe.
Prick
Space on the Mile, Edinburgh Fringe
3 Sterne
Dieses neue Stück von Laurie Flanigan Heggie gibt den fast 4.000 zu Unrecht beschuldigten Menschen der schottischen Hexenprozesse eine Stimme – 84 % von ihnen waren Frauen. Ausgehend von drei Frauen, die angeklagt wurden, ist diese Produktion der Napier University gründlich recherchiert und ökonomisch wie wirkungsvoll inszeniert, aber ein wenig zu lang; ein paar unnötige Szenen hätte es nicht gebraucht, und manches gelingt überzeugender als anderes.
Die Besetzung ist gut, mit gelungenem Rollen-Doubling, und als Ensemble funktioniert das Team hervorragend. David Clarkson überzeugt als Farmer, dessen Frau beschuldigt wird. Ewan Jardine ist besonders stark als König James, und die Frauen – Abigail McDonald, Lisa McIntyre und Carys Turner – bilden eine kraftvolle Schwesternschaft. Lev Siegal sorgt für unheimliche, komische Entlastung, und Maggie Greivell führt souverän Regie.
Der Einsatz eines modernen, fernsehhaften Ansatzes in einigen Szenen ist ein unbeholfener Weg, um Hintergrundinformationen zu liefern, und reißt uns aus manch wirkungsvoller Szene heraus; auch die kreisenden Krähen wirken mit der Zeit repetitiv. Dennoch führt das zu einer fein gearbeiteten Schlussszene, die die Misogynie deutlich macht – und auf erschreckende Weise hochaktuell wird.
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