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KRITIK: Underground Railroad Game, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Paul T Davies rezensiert Underground Railroad Game im Traverse Theatre, gezeigt im Rahmen des Edinburgh Fringe.
Underground Railroad Game
Traverse Theatre, Edinburgh Fringe
15. August 2018
5 Sterne
Willkommen an der Hanover Middle School, wo heute die Geschichte der Sklaverei sowie Amerikas Narben und seine komplexen Rassenbeziehungen auf dem Lehrplan stehen. Jennifer Kidwell und Scott R. Sheppard haben eine schillernde, konfrontative Inszenierung geschaffen, die gleichermaßen begeistert wie erschüttert.
Szene um Szene werden Linien gezogen – und dann jede einzelne überschritten, während unsere liberalen Überzeugungen ins Wanken geraten, als die Lehrkräfte eine Affäre beginnen. Wir, die Klasse, erhalten eine messerscharfe Lektion nicht nur über Geschichte, sondern auch über das Minenfeld gemischtrassiger Beziehungen – es gibt kein Versteck. Grandios gespielt, verhandelt das Stück Macht und Sex, politische Korrektheit und Rassismus und wird zu einem unvergesslichen Theatererlebnis. Ein S-&-M-Spiel, in dem sie die Sklavenhalterin ist, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes entblößend: Man hört das Peitschen der Geschichte, während man einen eindringlichen Einsatz des N-Wortes erlebt, der die Komplexität von Status und Patriarchat freilegt.
Hochgradig originell, klug, witzig, schockierend – ein Stück, das man nicht vergisst. Ich befürchtete, dass ich als erklärter Gegner von Publikumsbeteiligung bei einem Spiel mitmachen müsste; stattdessen erlebte ich ein Stück und Darbietungen von brennender Ehrlichkeit. Kämpfen Sie in Edinburgh um ein Rückfahrtticket – oder sehen Sie es im Herbst im Soho Theatre!
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