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REZENSION: Menschliche Förderung, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Human Nurture im Mercury Theatre in Colchester.

Human Nurture Mercury Theatre, Colchester.

25.2.22

4 Sterne

Website des Mercury Theatre Roger und Harry sind gemeinsam in der Jugendhilfe aufgewachsen, und ihre Verbindung ist so stark, dass sie Brüder sein könnten. Ihre Freundschaft ist so eng, dass es keine Rolle spielt, dass Roger schwarz ist und Harry weiss – oder doch? An Harrys 18. Geburtstag überrascht Roger ihn mit einem Besuch, mit ihrem geliebten Raupenkuchen, und mit dem Anliegen, mit Harry über dessen neuesten TikTok-Post zu sprechen, in dem er weisse Privilegien anprangert und behauptet, er könne nicht rassistisch sein, schliesslich sei sein „bester Freund schwarz“. Dieses kraftvolle, straffe, wunderschöne Stück von Ryan Calais Cameron verschwendet kein Wort und keine Zeit, um zum Kern der Sache vorzudringen. Da Roger inzwischen in die Familie seiner gambischen Freundin aufgenommen wurde und seinen Namen in Runaku geändert hat, handelt das Stück von Identität, vom Finden des eigenen wahren Selbst – und zugleich von den Spannungen rund um Rassismus.

Eindrucksvoll gespielt wird es von Justice Ritchie als Runaku und Lucas Button als Harry, die uns mühelos in die Wärme und Vertrautheit ihrer gemeinsamen Erlebnisse hineinziehen. Die nicht geteilte Erfahrung, Runakus „Anderssein“, die schneidende, abgründige Wucht des N-Worts, wird stark greifbar gemacht; das Stück verliert nie die Kontrolle und kippt nicht in endloses Anschreien. Die Schauspieler halten die emotionale Spannung, sodass wir den Schmerz darunter sehen können.  Harry ringt damit, weiterzukommen, den Rassismus seiner Freunde abzuschütteln, seinen Platz im Leben zu finden – und sich mit der wachsenden Reife seines Freundes wohlzufühlen.

Das ist eine Botschaft, die gehört werden muss, und mit einer Laufzeit von rund 60 Minuten liess sie mich – und meine Freunde im Publikum – mehr wollen; zudem wirkt der Dialog stellenweise etwas zu sehr aus sozialen Medien übernommen. Aber genau darin liegt auch eine Stärke: die unmittelbare Rohheit und Energie, die zusammen mit dem durchgehend live gespielten Soundtrack einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

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