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REZENSION: Buff, Pleasance Courtyard, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Paul T Davies bespricht Buff, derzeit im Pleasance Courtyard im Rahmen des Edinburgh Fringe zu sehen.
Buff Pleasance Courtyard, Edinburgh Fringe
4 Sterne
In vielerlei Hinsicht ist das eine klassische Fringe-Produktion: ein Stuhl, ein Darsteller, kein Ausweichen. Alles steht und fällt mit Text und Spiel – und beides ist hier von höchster Qualität. Nick ist ein dicklicher, schwuler Grundschullehrer, der sich von einer frischen Trennung nach sechs Jahren erholt. Sein Mitbewohner ist der Insta-berühmte Jamie, und Nick begehrt den Muskelmann. Ben Fensomes hervorragender Text geht Fat Shaming frontal an – und sollte der schwulen Community deutlich den Spiegel vorhalten.
Pearse Egan ist großartig als Nick: Er lässt jede Person, der Nick begegnet, lebendig werden – von seiner Schulklasse, einem entzückenden Figurenkabinett, bis hin zum fitnessbesessenen Jamie. Weder er noch der Text scheuen Nicks fragwürdiges Verhalten; er stalkt Jamie mehr oder weniger. Doch durchgehend wird klar, dass die ständigen Beschimpfungen, die er wegen seiner Statur erträgt, zu geringen Erwartungen und Verzweiflung geführt haben. Als eines seiner Kinder „schwul“ abwertend benutzt, ist Nick verletzt – doch über den Unterricht erkennt er, wie sehr seine eigene Haltung geprägt wurde. Es gibt Hoffnung und einen starken Appell an mehr Freundlichkeit.
Das Thema hat beim Publikum spürbar nachgehallt, und der selbstironische Humor ist nahbar und wirklich witzig. Schlimmer treffen könnte es einen, als Nick in diesem starken LGBTQ-Stück kennenzulernen.
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