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KRITIK: Seth Rudetsky Konzertreihe mit Keala Settle, online gestreamt ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

julianeaves

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Julian Eaves bespricht Seth Rudetsky und Keala Settle im neuesten Teil der Seth Online Concert Series, die diese Woche gestreamt wurde.

Keala Settle The Seth Concert Series: mit Keala Settle und Seth Rudetsky

5 Sterne

Seths Website

Los ging’s mit „Just One Dream“ (Walter Afanasieff/John Bettis) – und Keala nahm uns sofort mit in ein zuckersüsses, pop-affines Disneyland-Universum, randvoll mit Soul und einer endlos abwechslungsreichen Phrasierung, die uns ganz nah heranzog, um sie noch besser kennenzulernen.  Was für ein wunderbarer Klang!  Ihr Hintergrund in den pazifischen Inseln (denken Sie an Hawaii – und dann … denken Sie noch einmal nach) war durchtränkt von Musik aller Art: von Hollywood-Stars der 40er über klassische Diven bis hin zu Gospel und den Hits aus den Charts.  Und obendrauf raubte sie uns den Atem, als sie in ein federleichtes „Don’t Cry For Me“ (Keith Thomas/Benjamin Winans) wechselte – gesungen als Abschiedsgruß für all jene, die wir in jüngster Zeit verloren haben, und deren Tod wir nicht mit der Aufmerksamkeit und dem Ausdruck würdigen konnten, die wir uns gewünscht hätten; sie führte uns auf eine kraftvolle emotionale Reise, wob sanft silbrigen Stahl in ihre Stimme, liess aber die elegische Schönheit der Melodie über unseren Köpfen schweben.  Himmlisch.

Dann kippte die Stimmung erneut: direkt hinein in „I Had The Craziest Dream“ (Harry Warren/Mack Gordon)!  Was für eine Vielseitigkeit – dieses Gefühl von 1943 wurde wieder pulsierend lebendig.  Und weiter: „There Are Worse Things I Could Do“ (vielleicht der beste Song aus „Grease“? .. geschrieben von Jim Jacobs/Warren Casey).  Mit CHUZPE abgeliefert!  Aber sie hörte nicht auf!  Oh nein.  Wir schwebten zu Mabels „Poor Wand’ring One“ aus Gilbert & Sullivans „The Pirates of Penzance“ – inklusive funkelnder Sopran-Koloraturen, perfekt charakterisiert und absolut eigenständig.  Kann das wirklich alles aus demselben sterblichen Stimmapparat kommen?  Es wirkt unglaublich – aber es ist WAHR!  Mit einem SPEKTAKULÄREN hohen D im Stil von Kathryn Grayson als Schluss!  Punktgenau!!  Herrlicher Spass und wunderbar aufregend.

Als Nächstes kamen wir über ein erfrischend offenes Gespräch über Theater – wie man dazu findet, was es einem bedeutet und wie man sich zu den Geschichten verhält, die man erzählt – ganz selbstverständlich bei der gender-geswitchten „Company“ an, mit einer Interpretation, in wiederum einer anderen Stimme, von Bobbies „Being Alive“ (Sondheim).  Settle hat Barbara Cooks Atemtechnik – gemischt mit einem frechen Belt, der einen richtig durchschüttelt!  Das ist Magie.  Und ihre Geschichten sind es auch: Eine weitere großartige Anekdote über ihr Debüt in „Hairspray“ kam bestens an.  Also bekamen wir aus dieser Show „Good Morning, Baltimore“ (Marc Shaiman/Scott Wittman), wobei Seth ein paar raffinierte Harmonien beisteuerte.

Nach all dem Drama shimmyten wir hinüber in deutlich subtileres Terrain: „If I Had My Way“ (Frank Wildhorn/Jack Murphy/Linda Eder); eine üppige Ballade, der diese großartige Künstlerin in einer weiteren fantastischen Darbietung Würde, Herz und die zarteste Verletzlichkeit schenkte.  Noch ganz wacklig vor lauter Schönheit kamen wir auf „die aktuelle Situation“ – und dann auf eine Solo-Version eines Duetts aus „Hands on a Hardbody“ (Trey Anastasio und Amanda Green – die selbst in der Chatspalte dabei war!), mit einem erstaunlichen Song: „I’m Gone“, der hier als Solo-Nummer perfekt funktionierte.  Das ist so ein Lied, das man den ganzen Tag hören könnte … vor allem, wenn es von dieser unglaublichen Sängerin gesungen wird.  Ihren Zauber legte sie auch über „I Dreamed A Dream“ aus „Les Miserables“ (Schoenberg/Boublil), eine weitere Hymne mit zutiefst menschlicher und mitfühlender Botschaft – zwei Eigenschaften, die in zu vielen Teilen der heutigen Welt bitter auf der Strecke geblieben sind.

Was für eine süsse Wendung dann hin zu „I’ll Be Your Candle On The Water“ (Al Kasha/Joel Hirschhorn) aus „Pete’s Dragon“, inspiriert von der Art, wie Helen Reddy es sang – eine weitere grosse Ikone für Keala, und für die sie wiederum eine neue Farbe in ihrer erstaunlichen Stimme fand.  Und dann kam schon der nächste!  Der freche, wummernde, rau kratzige Rocksong „My Body“ aus „The Life“ (Cy Coleman/Ira Gasman).  Zum Abschluss aber mussten wir zurück zu „The Greatest Love Of All“ (Michael Masser/Linda Creed), serviert mit Diana-Ross-Lyrik und Aretha-Franklin-Energie.  Settles Stimme umfasst so viel Musik, dass sie fast selbst zur Musik WIRD.  Umwerfend!

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