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KRITIK: Scaredy Fat, Underbelly, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
12. August 2023
Von
pauldavies
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Paul T Davies rezensiert Scaredy Fat, derzeit im Underbelly im Rahmen des Edinburgh Fringe zu sehen.
Scaredy Fat
Underbelly, Edinburgh Fringe
4 Sterne
Hier gibt es eine interessante Perspektive auf LGBTQ-Erfahrungen und Erzählweisen. Autor und Performer Colm McCready nimmt die Tropen von Horrorfilmen – besonders jene, in denen Teenager im Mittelpunkt stehen – sowie die Klischees, die gegen „übergewichtige“ Menschen verwendet werden, und stellt beides einander gegenüber. Das eröffnet spannende Blickwinkel und bringt das Publikum dazu, zu hinterfragen, wie wir „Opfer“ wahrnehmen und wie Schuldzuweisungs-Kultur funktioniert.
McCready ist ein mitreißender, äußerst sympathischer Darsteller; seine Horror-Fanliebe liefert eine starke Struktur für seine Auseinandersetzung. Die Show hat einen angenehm selbstgemachten Charme, mit einem liebevollen Rückgriff auf die VHS-Ära, und die Zusammenarbeit mit der beeindruckenden Animation von Fergus Wachala Kelly gelingt hervorragend. Die Inszenierung spielt zudem mit den vertrauten Versatzstücken bekannter Horrorfilme mit großer Souveränität.
Die Show ist etwas zu lang und wird stellenweise recht repetitiv, doch wenn er sich durch die gegen ihn gerichtete Fettfeindlichkeit hindurchkämpft, bleibt ein nachdenklich stimmendes Stück, das die eigenen, tief sitzenden Vorurteile herausfordert.
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