NACHRICHTEN
KRITIK: Heaven, Traverse Theatre, Edinburgh-Fringe ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
Share
Paul T Davies bespricht Eugene O’Briens Stück Heaven im Traverse Theatre, gezeigt im Rahmen des Edinburgh Fringe.
Andrew Bennett und Janet Moran. Foto: Raymond Davies Heaven
Traverse Theatre, Edinburgh Festival Fringe
9. August 2023
4 Sterne
Mairead und Mal kehren für eine Hochzeit in ihre Heimatstadt zurück, und ihre heimlichen Sehnsüchte werden offengelegt – Risse in ihrer langen Beziehung treten zutage. Sie schläft mit einer alten Liebe und beschliesst, mit ihm zu gehen. Mal, ein homosexueller Mann, der seine Sexualität verborgen hält, erlebt intime Momente mit einem Hochzeitsgast, die zugleich auch sein Jesus-Verlangen erfüllen. Er wird rückfällig und gibt sich Drogen und Alkohol hin – auch Mal trifft schliesslich eine Entscheidung.
Eugene O’Briens Stück ist von Brian Friel inspiriert und nutzt die grosse irische Dramaturgie alternierender Monologe, in denen jede Figur direkt zu uns spricht. Als Mairead scheut Janet Moran nicht davor zurück, die weniger liebenswerten Seiten ihrer Figur zu zeigen, mit all ihren Fehlern, und weckt dennoch Mitgefühl für die Jahre verlorener Leidenschaft. Andrew Bennett ist grossartig als Mal – ein anständiger Mann, der versucht, sein Leben nach den strengen Lehren der Kirche zu führen, und dem sich eine letzte Chance bietet, ein authentisches Leben zu leben.
Wunderschön geschrieben: Ihre Stimmen verführen das Publikum zum Zuhören, und mit exzellentem Timing werden Schicht um Schicht enthüllt.
Lesen Sie auch: Kritik zu No Love Songs, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe
Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach
Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.
Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie