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Rezension: Good Grief, Original Theatre Online ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

12. Februar 2021

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert die Online-Weltpremiere von Lorien Haynes’ Good Grief mit Fleabag-Star Sian Clifford und Nikesh Patel

Good Grief 

Original Theatre Online

Vier Sterne

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In einer Zeit, in der die Welt durch eine globale Pandemie so viel Verlust erlebt, steht ein Stück über Trauer bei vielen von uns vermutlich nicht ganz oben auf der Liste. Doch Lorien Haynes’ Good Grief nähert sich diesem sensiblen Thema mit Humor und Mitgefühl und folgt zwei Figuren auf der Achterbahnfahrt widersprüchlicher Gefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen. Über mehrere Monate hinweg zeichnet das Stück nach, wie der Tod der inspirierenden jungen Frau Liv an Krebs ihren Ehemann Adam und ihre enge Freundin Cat verändert. Während sie die verschiedenen Phasen der Trauer durchlaufen – nicht unbedingt zur gleichen Zeit – werden sie auf eine Weise zueinander hingezogen, die keiner von beiden so recht begreift.

Mit seinem respektlosen Witz ist dieses 45-minütige Zwei-Personen-Stück so etwas wie eine romantische Komödie – zugleich geht es aber ebenso sehr um die Liebe der beiden zu Liv wie umeinander. Liv selbst tritt nie auf, doch wie so oft nach einem Verlust bleibt sie eine starke Präsenz im Leben der Zurückgebliebenen. Selbst ihr Name bedeutet „Leben“ – wobei er traditionell vom Altnordischen für „Schutz“ oder „Zuflucht“ abgeleitet wird – und sowohl Adam als auch Cat nutzen ihre Verbindung zu Liv, um sich vor ihren Gefühlen füreinander zu verstecken.

Unter der Regie von Natalie Abrahami ist das Drama oft berührend, ohne je rührselig zu werden. Sian Clifford, die im Fernsehen als Schwester von Fleabag Liebe und Verlust so eindrucksvoll verkörperte, ist als Cat zugleich komisch und herzzerreißend – an der Seite von Nikesh Patel, der Adam charmant und einfühlsam spielt. Auf Film festgehalten, gewinnt die Produktion durch Nahaufnahmen eine starke Intimität, behält aber ihre Theatralität dank des antinaturalistischen Designs von Natalie Pryce, das unter anderem Papp-Umzugskartons nutzt, um das schlichte weiße Studio-Setting auszustaffieren. In beschleunigten Aufnahmen der Szenenwechsel sieht man das Team den Raum verwandeln – wie auf der Bühne – von einer Küche in ein Hotelzimmer bis hin zum Wartebereich bei Ikea, untermalt von eigens komponierter Musik von Isobel Waller-Bridge.

Platform Presents, Koproduzent neben Finite Films, gehörte zu den ersten, die nach der Schließung der Theater vor 11 Monaten Wege für Online-Aufführungen erkundeten, und nutzte dabei Zoom-Technologie erfinderisch für eine Live-Wiederaufnahme von Tom Stoppards A Separate Peace im Mai. Mit Good Grief hat man die Fähigkeiten von Theatermachenden mit denen von Filmschaffenden zusammengebracht – darunter Kamerafrau Emma Dalesman und Cutter Fin Oates – und so eine Art Hybrid geschaffen, der Elemente beider Formen verbindet, mit großer dramatischer Wirkung.

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