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Rezension: 2:22 – Eine Geistergeschichte, Criterion Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

16. September 2022

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Danny Robins’ 2:22 A Ghost Story, das ins Criterion Theatre in London gewechselt ist.

Tamsin Carroll (Lauren), Laura Whitmore (Jenny), Matt Willis (Ben), Felix Scott (Sam) in 2:22 A Ghost Story. Foto: Helen Murray. 2:22 A Ghost Story

Criterion Theatre, London

Vier Sterne

Tickets buchen Es ist inzwischen über ein Jahr her, dass Danny Robins’ Geistergeschichte 2:22 im West End Premiere hatte – doch mit neuer Besetzung liefert sie auch an ihrem neuen Zuhause, dem Criterion Theatre, weiterhin reichlich Schreckmomente, Kreischen und Spuk. Seit der Uraufführung hat Robins durch seine BBC-Radio- und Podcastreihe Uncanny über reale übernatürliche Erlebnisse noch mehr Fans gewonnen – eine Art Nachfolger seines Audio-Hits The Battersea Poltergeist. In 2:22 werden Kennerinnen und Kenner viele vertraute Elemente seiner unheimlichen Geschichten wiedererkennen: Das Stück spielt mit Ideen rund ums Übernatürliche und erzählt zugleich eine packende Spukstory in einem heimgesuchten Haus.

Über den Verlauf eines langen Abends hinweg treffen vier Figuren mit sehr unterschiedlichen Ansichten über Geister aufeinander. Die ehemalige Skeptikerin Jenny macht in dem Londoner Haus, das sie und ihr Mann Sam gerade gekauft und zu renovieren begonnen haben, erschreckende Erfahrungen – und zwar punktgenau um 2.22 Uhr. Doch Sam – ein besserwisserischer Wissenschaftler – ist überzeugt, dass sich das Übernatürliche immer rational erklären lässt, dass Geister den Grundgesetzen der Thermodynamik widersprechen. Ihre Freundin Lauren, Psychiaterin, ist ebenfalls skeptisch, aber deutlich offener, während ihr neuer Freund Ben ein überzeugter Gläubiger ist, aufgewachsen im Umfeld von Spiritualisten.

Während die Minuten auf 2.22 Uhr zulaufen – angezeigt durch eine Digitaluhr an der Wand – streiten sie über das Übernatürliche und berichten von eigenen Spuk-Erlebnissen; die Spannung bleibt so konstant hoch, dass der Puls nicht zur Ruhe kommt. Unter der Regie von Matthew Dunster lässt die Inszenierung in dieser Anspannung nie nach – und zerreißt sie regelmäßig mit ohrenbetäubenden Schreien. Angeblich sind es die Rufe von Füchsen; man könnte sie als billige, unnötige Schockeffekte abtun – aber sie funktionieren und passen zur verspielten, leicht boshaften Art, mit der die Produktion ihr Publikum manipuliert. Verstärkt wird die Stimmung durch Ian Dickinsons unheilvolles Sounddesign und durch Lichtdesignerin Lucy Carters Spiel mit Licht und Schatten, ergänzt um raffinierte Illusionen von Chris Fisher.

2:22 A Ghost Story. Besetzung: Tamsin Carrol, Felix Scott, Laura Whitmore und Matt Willis

Laura Whitmore ist hervorragend als Jenny, die nicht nur mit ihrer Angst vor der geisterhaften Bedrohung ringt, sondern auch mit den Rissen in ihrer Ehe, während Felix Scott als Sam Charme und toxische Männlichkeit perfekt austariert. Ihnen ebenbürtig sind Tamsin Carroll als schlagfertige, aber fragile Lauren sowie Matt Willis als Arbeiterklasse-Bauarbeiter Ben, der mit Sams selbstgefälliger und starrköpfiger Skepsis aneinandergerät.

Das ist eine sehr moderne Geistergeschichte – Technologie trägt ihren Teil zum Unheilgefühl bei: von der Bewegungsmelder-Beleuchtung im Hinterhof über das Babyfon bis hin zu einer launischen Alexa. Das Stück greift außerdem treffend die aktuelle Debatte um Gentrifizierung in Arbeiterklasse-Vierteln auf, in denen die Geister früherer Bewohnerinnen und Bewohner vielleicht hinter neuer Designer-Tapete und Quarz-Arbeitsplatten lauern. Das Bühnenbild von Anna Fleischle fängt das wunderbar ein, indem es Vergangenheit und Gegenwart mischt: Vintage-Lampenschirme mit Quasten hängen neben modernen Metall-Pendelleuchten. Mit genügend Humor, um das Gruseln aufzulockern, ist 2:22 eine kluge, unterhaltsame Show, die garantiert für Gänsehaut sorgt.

2:22: A Ghost Story läuft im Criterion Theatre in London, derzeit buchbar bis 8. Januar 2023.

Die Produktion hat soeben einen Wechsel ins Lyric Theatre für Januar 2023 angekündigt.

TICKETS FÜR 2:22 A GHOST STORY BUCHEN

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