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REZENSION: Wilf, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Paul T Davies bespricht Wilf im Traverse Theatre, präsentiert im Rahmen des Edinburgh Fringe.
Wilf
Traverse Theatre
Edinburgh Fringe
5 Sterne
Das Bestehen seiner Fahrprüfung gibt Calvin die Chance, seinen missbräuchlichen Freund zu verlassen. Er kauft Wilf, einen rostigen Volkswagen Polo, und die beiden brechen zu einer Reise auf, um seine innere Sexbombe zu zünden. Doch Calvin – möglicherweise bipolar – entwickelt tiefe Gefühle für Wilf. James Lets völlig durchgeknallte Komödie geht dahin, wo nichts, was ich je auf einer Bühne gesehen habe, hingegangen ist – und ich glaube, ich kann Bonnie Tyler nie wieder hören!
Das Stück ist zum Brüllen komisch und zugleich zutiefst berührend – nicht zuletzt dank eines hervorragenden Ensembles, angeführt von Michael Dylan als Calvin, der das hemmungslose Oversharing genüsslich auskostet und zugleich Calvins psychischer Erkrankung mit viel Empathie begegnet. Neil John Gibson glänzt in allen übrigen Männerrollen, meist einfühlsam und unterstützend, besonders als Frank, und Irene Allan ist großartig als die bissige Fahrlehrerin Thelma. Der Humor reicht von herrlich überdreht bis finster (Calvins Freund ist nur 1,63 m groß, hat aber ein „kleines Treppchen zum Hochlaufen“), und dennoch entsteht eine enorme Anteilnahme für Calvin.
Bühnenbild und Bewegung sorgen für ein rasantes Stück mit ganz viel Herz und … anderen Körperteilen! Das macht riesigen Spaß – eine der witzigsten und am besten gespielten Produktionen beim Fringe!
14. Aug., 16.–21., 23.–28. Aug.
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