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REZENSION: Tempus Fugit, Headgate Theatre, Colchester Fringe ✭✭✭✭
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Leitartikel
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Gastkritiker Sparky Backman Juliff bespricht Tempus Fugit im Headgate Theatre im Rahmen des Colchester Fringe Festival.
Tempus FugitHeadgate Theatre, Colchester Fringe Festival4 Sterne Colchester Fringe Website Tempus Fugit ist eine temporeiche Show, inspiriert von Volks- und Märchenerzählungen. Die beiden Hauptfiguren, Bruder und Schwester, gespielt vom großartigen Duo Nathan und Ida, finden sich als hölzerne Figuren in einer verzauberten Kuckucksuhr gefangen. Jeden Tag folgen sie mit einem breiten Lächeln derselben Routine und wiederholen dieselben Abläufe – Tag für Tag, ohne zu zögern – unter den wachsamen Augen des furchterregenden „Kuckucks“. Nach und nach begreifen sie, wie uralt die Uhr ist: ihr Sockel bröckelt, die Schienen sind verrostet. Zum ersten Mal beginnen sie, selbst zu denken: „Was ist Kuckuck überhaupt?“, „Warum haben wir solche Angst vor dem Kuckuck?“, „Ist der Kuckuck überhaupt … echt?“. Ein Geschwisterteil nimmt die neu gewonnene Freiheit an, das andere weist die Idee, frei zu sein, zurück und hält an der immer gleichen, sich wiederholenden Routine fest. Ich mochte die deutschen Akzente der Figuren sehr und wie sie während der Aufführung immer wieder kleine deutsche Wendungen einstreuten; auch die Kostüme hatten einen unverkennbar deutschen Stil. Das ist eine Show, die ich mir immer wieder ansehen könnte und dabei völlig das Zeitgefühl verliere – wirklich sehr clever gemacht!
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