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KRITIK: Gründe, warum du mich (nicht) lieben solltest, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Amy Triggs Stück Reasons You Should(n't) Love Me am Mercury Theatre Colchester, präsentiert von Paines Plough.

Reasons You Should(n’t) Love Me. Mercury Theatre, Colchester

24. September 2022

5 Sterne

Ticket- und Tour-Infos

Hin und wieder sieht man eine Vorstellung und weiss sofort: Die wird einen noch sehr lange begleiten. Genau so ist es bei Amy Triggs aussergewöhnlichem Stück – ehrlich, witzig, berührend und durchgehend fesselnd, während sie uns in ihrer Erzählung fest im Griff hat. Sie ist enorm unterhaltsam und spielt die Figur Juno, die klugerweise einen Filter schafft, damit Trigg ihre autobiografischen Erfahrungen schützen kann; mal sind die Vorhänge um die Erzählung geschlossen, mal öffnen sie sich und geben tiefgründige, nachhallende Wahrheiten über Behinderung und das Leben im Rollstuhl preis.

Juno spielt Szenen aus ihrem Leben nach: von der ersten Diagnose Spina bifida über Schwärmereien in der Schule, Fixierungen im Erwachsenenalter, Freundschaften und Krankenhausprozeduren. Schlechte Nachrichten werden mit einem Lächeln aufgenommen – „wie ein Clown, der gerade aus dem Zirkus gefeuert wurde“ – und das Stück feiert Freundschaft auf wunderschöne Weise, indem es ihre „logische Familie“ der Unterstützung zeigt, und zugleich ihren Eltern, ihrer biologischen Familie, für unerschütterlichen Rückhalt und Liebe dankt. Jede Szene ist klar abgesteckt, sodass wir stets wissen, wo wir uns in der Erzählung befinden, und es gibt ein gutes Stand-up-Gefühl; eine Antwort auf eine Online-Dating-Nachricht wird ins Mikrofon gesprochen, die Worte nageln uns sanft in die Sitze – Männer müssen das hören. Das Stück ist zudem eine Freude fürs Ohr: Ihr Figurenensemble ist perfekt getroffen, von der besten Freundin Mel bis zu den Vollidioten aus der Dating-App. Am wichtigsten aber: Das Stück legt die Vorurteile gegenüber Spina bifida offen, und christliche Lehren sowie die Macht von „Wundern“ werden mit dem Satz „Ich werde daran erinnert, dass ich kaputt bin.“ entlarvt.

Juno scheut auch die Sexualität nicht und informiert das Publikum mit herrlich schelmischer Note über vieles, was wir vielleicht nicht wissen; zeitweise erinnerte sie mich an Puck aus Ein Sommernachtstraum. Auch wenn der Ton insgesamt leicht ist, weicht sie der Traurigkeit nicht aus, und das Stück ist wunderschön gebaut, während sie sich mit ihrem achtjährigen Ich wieder verbindet. Triggs Charisma ist einer der vielen Gründe, dieses Stück zu lieben – es sollte auf den GCSE-Lehrplan. Ich weiss nicht, wie man das in Gang setzt, aber das hier ist herausragende Arbeit.

Auf Tour: REASONS YOU SHOULD(N'T) LOVE ME - Paines Plough

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