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REZENSION: Original Death Rabbit, Jermyn Street Theatre ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
jenniferchristie
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Jennifer Christie rezensiert Original Death Rabbit von Rose Heiney, derzeit im Jermyn Street Theatre zu sehen.
Original Death Rabbit
Jermyn Street Theatre
11. Januar 2019
Jetzt buchen „Ich nahm mein funktionierendes Gehirn … und stöpselte es in dieses endlose, dämonische Mosaik aus den dämlichen Bullshit-Worten anderer Leute …“ (Original Death Rabbit: Rose Heiney) Dieses Bühnen-Debüt von Original Death Rabbit ist die erste Produktion in der Portrait Season des Jermyn Street Theatre. Das Stück der preisgekrönten Dramatikerin Rose Heiney war zunächst auf BBC Radio 4 zu hören.
Man sagt, der Zustand des eigenen Zuhauses spiegele den Zustand des Geistes – und das Bühnenbild dieser Produktion liefert deutliche Hinweise auf einen sehr überladenen und verwirrten Kopf. Ausstatter Louie Whitemore fängt das Wesen des Stücks visuell ebenso präzise ein, wie es Heiney mit einer wahren Lawine aus schöner und oft derber Sprache tut.
Die Prämisse von Original Death Rabbit ist komplex – so komplex wie „das Thema psychische Gesundheit“. Die einzige Figur wird ausschliesslich Original Death Rabbit genannt, als hätte sie ihre ursprüngliche Identität mit der wachsenden Internet-Popularität des Hasen aufgegeben. Die Geschichte handelt von psychischen Problemen und davon, wie sich der Zustand derjenigen verschlechtert, die im Netz getrollt werden. Das ist zweifellos ein aktuelles Phänomen, das es verdient, beleuchtet zu werden.
Kimberley Nixon in Original Death Rabbit. Foto: Robert Workman
Ohne über die 90 Minuten hinweg auch nur eine wirkliche Atempause erzählt der Original Death Rabbit ihrem zuhörenden Online-Publikum, wie aus einer intelligenten, hoch funktionalen jungen Frau innerhalb eines Jahrzehnts eine Einsiedlerin wird, die ihr Leben über elektronische Kommunikation führt. Es wirkt wie das überdreht sprudelnde, wirre Reden eines suizidalen schizophrenen Geistes – und Kimberley Nixon liefert eine glaubwürdige und versierte Leistung.
Gemeinsam mit Regisseurin Hannah Joss hat Nixon diesen Monolog so erarbeitet, dass er das Publikum durch die gesamte Bandbreite der Gefühle führt – mit einer Wendung am Ende, die durchaus tragisch sein könnte. In der Erzählung liegt ein schönes Auf und Ab.
Original Death Rabbit ist pointiert und sehr komisch und spiegelt eine gesellschaftliche Abhängigkeit von sozialen Medien, die davor warnt, diese beliebte Ablenkung ins Extreme zu treiben.
Bis 9. Februar 2019
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