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REZENSION: Lucky Stiff, DVD ✭✭
Veröffentlicht am
Von
danielcolemancooke
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Lucky Stiff Spielfilm (2015) Jetzt als digitaler Download erhältlich.
2 Sterne
Schon ein etabliertes Musical für die grosse Leinwand zu adaptieren, ist oft ein harter Verkauf. Umso rätselhafter wirkte es, dass das Off-Broadway-Musical Lucky Stiff kürzlich für eine Kinoverfilmung vorgesehen war.
Obwohl die Show vor allem als erste Zusammenarbeit der enorm talentierten Lynn Ahrens und Stephen Flaherty bekannt ist, schlug sie bei ihrer Uraufführung 1988 keine riesigen Wellen. Es ist schön, ein weniger bekanntes Musical für die Nachwelt festgehalten zu sehen – doch was der Auslöser für dieses Update von 2015 war, bleibt ein komplettes Geheimnis.
Der sanftmütige, etwas begriffsstutzige Schuhverkäufer Harry Witherspoon kann sechs Millionen Dollar erben – allerdings nur, wenn er seinen toten Onkel zu einer letzten Reise nach Monte Carlo ausführt. Hält er den strengen Reiseplan des Onkels nicht ein, geht das Geld stattdessen an das Universal Dogs Home – was der Wohltätigkeitsorganisation die Gelegenheit gibt, sich einen Hauch weniger wohltätig zu zeigen.
Die Handlung ist aberwitzig verschachtelt und herrlich schräg – um zu funktionieren, bräuchte sie allerdings etwas mehr emotionale Tiefe und Figurenentwicklung. Davon gibt es leider nur wenig; der Film hetzt durch die Story und bringt es auf eine Laufzeit von gerade einmal 75 Minuten.
Das bedeutet, dass die zentrale Liebesgeschichte kaum Leidenschaft entfaltet, viele Nebenfiguren völlig rätselhaft bleiben und ausgesprochen eindimensional wirken. Das Ensemble tut sein Bestes, dem Film Leben einzuhauchen; Dominic Marsh schafft es, aus Harry eine sympathische Hauptfigur zu machen, und ein unterforderter Jason Alexander sorgt als nervöser Optiker für einen Hauch Comic Relief.
Die Partitur hat stellenweise die lyrische Klasse der Schöpfer, doch es gibt mehr Fehlgriffe als Treffer; gerade die Songs, die das Monte-Carlo-Setting einführen sollen, bleiben auffallend farblos. Es gibt ein paar angenehme Duette zwischen den romantischen Hauptfiguren – ansonsten sind sowohl Drehbuch als auch Musik durchweg unerquicklich vergessenswert.
Auch die Produktionswerte sind fragwürdig: teils billig wirkende Greenscreen-Szenen, unterbrochen von ziemlich wackliger Animation. Allerdings ist das Ganze auch nicht leicht zu inszenieren; es ist schwer, Humor und Leichtigkeit zu erzeugen, wenn in den meisten Szenen eine Leiche als Hintergrund dient.
Während Lucky Stiff für eingefleischte Fans allein wegen seines Neuheitswerts interessant sein mag, ist es so albern und zuckersüss, dass es anderswo wohl Mühe haben dürfte, ein Publikum zu finden.
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