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REZENSION: Aladdin, New Wolsey Theatre Ipswich ✭✭✭✭
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Von
pauldavies
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Paul T Davies bespricht Aladdin, das diesjährige Festtags-Highlight des New Wolsey Theatre in Ipswich.
Aladdin – New Wolsey Theatre. Foto: Mike Kwasniak Aladdin
New Wolsey Theatre, Ipswich
3. Dezember 2019
4 Sterne
Senken Sie den kritischen Blick nur halb und lassen Sie Ihr inneres Kind heraus – es ist Panto-Zeit! Und das New Wolsey macht, was es am besten kann: seine Rock’n’Roll-Pantomime, die in diesem Jahr die altbewährte Geschichte von Aladdin erzählt. Sie ist so fest etabliert, dass man die Zutaten nicht neu erfinden muss, und obwohl Peter Rowe bei den Regieaufgaben einen Schritt zurückgetreten ist, wird sein Text von Regisseurin Kate Colledge bestens bedient. Das Ensemble ist grossartig und wechselt mühelos zwischen Schauspiel und dem Spielen von Musikinstrumenten – manche sogar von mehreren. Die musikalische Leitung von Barnaby Southgate ist hervorragend, während Hit um Hit mit voller Kraft herausgeschmettert wird.
Aladdin – New Wolsey Theatre. Foto: Mike Kwasniak
Als Aladdin hat Neil Urquhart jede Menge Charme und bringt das Publikum sofort auf seine Seite, und Kate Hardisty ist eine perfekte Prinzessin – liebenswert und gleichzeitig herrlich schlagfertig. Für mich hängt eine Panto oft von der Dame ab, und hier haben wir mit Cameron Johnson als Widow Twankey eine fantastische: Vor allem die Erwachsenenwitze sind punktgenau platziert – sie gehen den Kindern über den Kopf, während wir Erwachsenen Tränen lachen. Ein hervorragendes Duo bildet er mit James Haggie als Wishee Washee, mit perfektem komödiantischem Timing und einer Prise Unfug; umso schade, dass wir sie in der zweiten Hälfte weniger zu sehen bekommen.
Adam Langstaff ist als Kaiser urkomisch, Hannah Francis-Baker macht als (eigentliche Heldin des Stücks) Cuddles the Monkey riesigen Spass, und Lucy Wells ist ein überzeugender Genie. Am besten ist jedoch Richard Costello als Abanazer – ein grossartiger Panto-Bösewicht: witzig, ein bisschen sexy und für die Kinder nicht zu furchteinflössend. Seine Duette mit Widow Twankey sind definitiv ein Highlight!
Aladdin. New Wolsey Theatre. Mike Kwasniak
Die Songauswahl ist klasse – wenn man in den Fünfzigern ist! Wieder einmal hatte ich das Gefühl, dass keine aktuellen oder jüngeren Songs dabei sind, bei denen die jüngeren Zuschauer*innen mitsingen können. Die Nummern sind Klassiker, aber ich bin sicher, einige davon habe ich hier schon in anderen Rock’n’Roll-Pantomimen gehört – und wenn man bedenkt, dass einer der meistverkauften Künstler der Welt ein Local Lad ist, fehlt seine Musik komplett. Das Tempo ist enorm energiegeladen, aber sobald die Handlung aufgelöst ist, könnte die Show gut ein paar Songs streichen – dann bekommen die Eltern die Kids auch etwas früher ins Bett!
Davon abgesehen macht die Show riesigen Spass und die Stimmung ist grossartig. Sie hat die Weihnachtszeit hervorragend eingeläutet – ein mitreissender, mitsingender Leckerbissen, bei dem die Füsse von allein mitwippen!
Bis 1. Februar 2019
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