NACHRICHTEN
BEWERTUNG: Colchester Fringe Comedy Showcase und weitere Fringe-Bewertungen
Veröffentlicht am
6. November 2022
Von
George
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George Curley hat das Colchester Fringe Comedy Showcase sowie weitere Shows des diesjährigen Colchester Fringe rezensiert.
Bei der Fülle an Produktionen, die es beim Colchester Fringe in diesem Jahr zu besprechen gibt, haben wir Journalismus-Studierende der University of Essex gebeten, das Wochenende kritisch unter die Lupe zu nehmen!
John Merryck (4 Sterne)
Der Typ, der John Merryck ist – frech, strahlend und verspielt – bringt seinen kumpelhaften Humor aus seinen Erfahrungen als Cockney rüber, mit einer Portion Lebenserfahrung à la Del Boy. Ein gut gelaunter Kerl mit perfekt gesetzten Pointen, die im Publikum durchgehend für Lacher sorgen.
Aaron Jay (3 Sterne)
Aaron Jay verkörpert den Comedy-Stil eines schlagfertigen Essex-Jungens, der gerade erst die Pubertät hinter sich hat. Diese Art, kombiniert mit seinem passiv-aggressiven und zugleich scharfsinnigen Zugriff, ergibt kluges, sauber ausgeführtes Selbstironie-Programm – und lässt ihn vor jedem Publikum glänzen.
James Beatty (4 Sterne)
Der lebensfrohe, abenteuerlustige Humor von James Beatty sorgt für einen warmen Empfang – das Publikum wirkt bei ihm wie eine Runde Mates, mit denen er einfach plaudert. So wirkt Beatty auf der Bühne am entspanntesten; zusammen mit seiner sarkastischen Comedy und seinen Tanzeinlagen entsteht eine interaktive, rundum herzerwärmende Show.
Victoria Shortley (3 Sterne)
Victoria Shortleys Stand-up erinnert an eine Szene aus Miranda: clever, satirisch und sehr auf sich selbst bezogen – wobei es stark auf die Umsetzung ankommt. Shortley liefert genau die, und in Momenten der Show blitzt ihr scharfzüngiger Witz besonders auf.
Relentless Poetry By Mistake (4 Sterne)
Hier erwartet Sie eine poetische Chronik von Dr. Anthony Roberts: Seine Liebe zur Lyrik und sein scheinbar unermüdlicher Einsatz, während des Lockdowns 523 Gedichte zu lesen, spiegeln sich in dieser Auswahl von Texten aus aller Welt. Seine Interaktion mit dem Publikum unterstreicht seine Botschaft, dass wirklich jede*r Dichter*in sein kann. Und seine klugen Einblicke in Formen und Techniken machen Lust darauf, selbst künstlerisch zu werden.
'Harp-Guitar In Concert (5 Sterne)
Der versierte „Harp-Gitarrist“ Jon Pickard versetzt sein Publikum in Staunen – mit einer meisterhaften Darbietung an einem Instrument, das sich wie drei zugleich anfühlen kann. In Pickards Händen wird die Harp-Gitarre zu einem Werkzeug für Spiritualität und Natur. Sie vermag die Zuhörer*innen von den knorrigen Eichenwäldern Irlands bis zu den verlassenen Dünen Ägyptens zu versetzen – atemberaubend. Pickards anekdotische Moderation während des Spiels gibt zusätzliche Tiefe, schafft Kontext und zeichnet Bilder im Kopf. Wenn Sie sich dieses Jahr nur eine Sache ansehen: Dann eine Harp-Gitarre – gespielt von Jon Pickard.
Ein Abend mit Labourer George (4 Sterne)
Begleiten Sie Labourer George, wenn er Sie einlädt, Geschichten aus seiner Jugend zu hören: von seinen verspielten Streichen als Kind mit seinen Freund*innen bis hin zu frechen, fantasievollen Erzählungen über den Wert von Freundschaft und Achtsamkeit. Er singt Hymnen aus seiner „Bibel“ der Adoleszenz und gewinnt damit die Herzen des Publikums – denn irgendwie kann sich jede*r in seinen verrückten, lebensnahen Fabeln wiederfinden.
Back To The Roaring Twenties (4 Sterne)
Wir haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie in den letzten 50 Jahren getanzt wurde – doch selten sieht man Choreografien, die von den Zwanzigern inspiriert sind, von den „Roaring Twenties“, um genau zu sein. Drei Tänzer*innen geben uns diesen Einblick: eine reizvolle Mischung aus Drag- und LGBTQ-Kultur, verbunden mit der Atmosphäre der 1920er. Jahrzehnte und Kulturen so zu verschränken ist bekanntermaßen eine schwierige Kunst – doch dem Team hinter Back To The Roaring Twenties gelingt ein Spektakel, das mit Chaplin-hafter Bildsprache im Tanz spielt.
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