Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

KRITIK: Wreckage, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

18. Februar 2023

Von

pauldavies

Share

Paul T Davies bespricht Tom Ratcliffes Stück Wreckage, inszeniert von Rikki Beadle-Blair am Mercury Theatre in Colchester.

Wreckage

Mercury Theatre, Colchester.

17. Februar 2023

4 Sterne

Website des Mercury Theatre Colchester

Nach einer ausverkauften Spielserie beim Edinburgh Fringe im vergangenen Jahr ist es eine Erleichterung, Tom Ratcliffes Stück über eine schwule Liebesaffäre – im Leben wie im Jenseits – nun endlich nachholen zu können. „Wreckage“ ist der Autounfall, bei dem Sams Partner Noel ums Leben kommt. Das ist kein Spoiler: Die Szene eröffnet das Stück und wird in einer äußerst packenden Sequenz mehrfach wiederholt.  Ratcliffe, der auch selbst als Sam auf der Bühne steht, führt uns vor und zurück durch die Zeit – von ihrem ersten Kennenlernen bis zu Sams Leben ohne Noel, den er dennoch weiterhin sehen und hören kann.

Durch die episodische Struktur des Stücks fällt es mir anfangs schwer, ihre Beziehung richtig zu greifen. Es gibt womöglich zu viele Szenen, und sowohl das Stück als auch ihre Beziehung wirken stellenweise etwas flüchtig. Der Großteil ihrer gemeinsamen Geschichte spielt sich jedoch in der Zeit ab, in der Sam allein weiterleben muss, während Noel stets als Präsenz bleibt – und hier gewinnt das Stück deutlich an Kraft. Sowohl Ratcliffe als Sam als auch Michael Walters als Noel (und später als Sams Lebenspartner Christian) spielen mit großer Leidenschaft und treffen die feinen Nuancen des Textes sehr schön. Gelegentlich gerät das Spiel allerdings etwas melodramatisch – vor allem, wenn Sam im Zorn den Garten verwüstet, die Lautstärke hochgeht und die Artikulation verloren geht. Walters setzt zudem – zumindest anfangs – seine beiden Figuren nicht klar genug voneinander ab, was zunächst verwirrt. Doch mit der Zeit, wenn prägende Momente aus Sams Leben wirkungsvoll hinter ihnen projiziert werden (ein starkes Element), wird das Stück sehr berührend – und, wenn man daran glaubt, erhält auch der Name Christian eine besondere Bedeutung.

Rikki Beadle-Blairs hervorragende Regie und das Design halten das Tempo straff und rücken die Liebe unmissverständlich ins Zentrum. Sobald das Tempo etwas nachlässt, treten die Stärke der Beziehung und des Textes klarer hervor – und das sprach viele im Publikum an, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Menschen, die wir wirklich lieben, verlieren wir nie.

Mercury Theatre Colchester

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS