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Kritik: Vivarium, Bedlam Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Don McCamphills neues Stück Vivarium mit John Travers im Bedlam Theatre beim Edinburgh Fringe

Vivarium Bedlam Theatre, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Don McCamphill nimmt das Leben auf einer Council Estate in Nordirland in seinem packenden neuen Drama Vivarium unter die Lupe. Im Mittelpunkt steht der aufgeweckte, aber einsame 13-jährige Euan, der von seiner Mum und seinem Opa grossgezogen wird, während sein Dad im Gefängnis sitzt. Er wirkt voller Potenzial, wenn er uns von seinen Abenteuern in der Schule erzählt – darunter ein Biologie-Projekt, bei dem die Klasse Blumen ziehen soll. Doch die Geschichte nimmt eine unheilvolle Wendung, als er auf Facebook Kontakt zu einem Mann aufnimmt, der sich als sein Vater Paul entpuppt: frisch entlassen und fest entschlossen, sein Leben neu zu beginnen.

Während sich die beiden nach acht Jahren heimlich wieder aneinander herantasten, erleben wir die Ereignisse aus beiden Perspektiven – und zwar mit nur einem jungen Darsteller: John Travers spielt beeindruckend beide Rollen und wechselt zwischen den Monologen. Als Euan ist er ein Bündel zappeliger Energie, hoffnungsvoll und naiv; doch in einer fast magischen Verwandlung wird Travers zum älteren, härteren Paul – im Grunde wohlmeinend, aber erfüllt von empörter Wut und am Ende fassungslos angesichts des verstörten Jungen, für den er Verantwortung trägt.

In der Regie seines eigenen Stücks zeichnet McCamphill Leben nach, die durch einen Kreislauf der Gewalt verschwendet werden – eine Welt, in der es scheint, als sei „jeder ein Gangster“. Travers’ Darstellung von Euan ist besonders herzzerreissend, wenn er sich verzweifelt einen Dad wünscht, „mit dem man die Sachen macht“. Wie bei der gemischten Auswahl an Zwiebeln, die die Kinder in ihrem Vivarium-Projekt einsetzen, weiss man nie, wie sich ein Mensch entwickelt, bis er ausgewachsen ist – doch in der Umgebung, die McCamphill zeigt, sind die Bedingungen, damit ein Kind aufblühen kann, eindeutig schwierig. Der düstere Ton wird immer wieder von Humor durchbrochen, aber insgesamt ist es ein intensives Erlebnis – allein schon wegen Travers’ eindringlicher Leistung absolut sehenswert.

Läuft bis zum 27. August 2018

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