NACHRICHTEN-TICKER
REZENSION: Times Square Angel, Union Theatre ✭✭✭
Veröffentlicht am
29. November 2014
Von
douglasmayo
Times Square Angel
Union Theatre
3 Sterne
Die Weihnachtsgeschichte der Erlösung wurde uns in vielen Formen gebracht, sei es in Dickens' Eine Weihnachtsgeschichte oder in Frank Capras Ist das Leben nicht schön?, und jetzt wird sie in Gestalt von Times Square Angel präsentiert, einem Stück von Charles Busch, das derzeit am Union Theatre gespielt wird.
Es ist das Jahr 1948 und in New York hat die temperamentvolle Performerin Irish O'Flannagan gerade ihre Show im Club Intime beendet. Irish ist eine toughe, von der Welt gezeichnete Seele, die ein Leben voller Rückschläge überlebt hat. Doch es ist keine gewöhnliche Nacht, denn sie bekommt Besuch von Albert, einem Engel, der zuvor als Magier auf dem Vaudeville-Kreis aufgetreten ist. Er wurde geschickt, um ihr die Zukunft zu zeigen und um ihre Seele und ihr Leben zu retten. Albert zeigt Irish, dass sie im Begriff ist, einen tödlichen Fehler zu begehen, indem sie sich in die misslungene Entführung der Tochter eines Senators verwickelt, und dass es noch nicht zu spät ist, die Zukunft zu ändern.
Seine Vorschau auf das, was kommen wird, wird von Irish abgelehnt, und erst als alles beginnt, sich zu bewahrheiten, erkennt sie, dass es vielleicht zu spät ist, ihr Schicksal zu ändern.
Es ist eine simple Formel, aber bei Times Square Angel funktioniert es nicht ganz. Beschrieben als "hartgesottene Weihnachtsfantasie", kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass viele der Darsteller in einer völlig anderen Show spielen. Regisseurin Bronagh Lagan scheint sich nicht entschieden zu haben, welche Art von Show Times Square Angel ist. Einige Momente werden augenzwinkernd gespielt, während andere dramatisch inszeniert sind.
Ian Stroughair spielt Irish in einer feurigen Wirbelwind-Performance, die die Leidenschaft und Stärke der Figur einfängt. Als Albert, Irishs Engel der Erlösung, liefert Michael Adams einen Engel voller Stärke und Mitgefühl ab. Ihre Szenen zusammen funktionieren wirklich gut und geben Irish die Verletzlichkeit, die sie braucht, um eine zweite Chance zu rechtfertigen. Tom Whitelock und Kandy Rohmann als Eddie und Peona boten herausragende Leistungen.
Die insgesamt Bühneninszenierung wird durch das von Philip Linley dominierte Gazeset behindert, das sich über die Länge des Raumes erstreckt, den Spielbereich in unterschiedliche Einheiten aufbricht und große Bereiche des Spielraums verschwendet. Vieles von den Szenen in Irishs Ankleidezimmer wurde durch strukturelle Säulen verdeckt, was für frustrierende Sicht sorgte.
Es gibt einige großartige Momente in dieser Weihnachtsfantasie, leider werden sie von anderen Momenten überschattet, die verwirrt wirken und völlig fehl am Platz zu sein scheinen, was Times Square Angel zu einem wahren Glücksgriff macht.
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