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REZENSION: Ticker, Underbelly Cowgate, Edinburgh Festival Fringe ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Ticker mit Tom Machell, jetzt im Underbelly Cowgate im Rahmen des Edinburgh Fringe zu sehen.

Ticker Underbelly Cowgate, Edinburgh Fringe

Drei Sterne

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Schauspieler Tom Machell beleuchtet in seinem Debütstück Ticker eine eindringliche Mischung aus Themen. Von Trauer über toxische Männlichkeit bis hin zu männlicher Identität: Diese Solo-Show dramatisiert die Folgen eines unerklärlichen plötzlichen Todes – erzählt durch die Augen des 28-jährigen Geordie, Spencer.

Zum ersten Mal begegnen wir ihm im Anzug mit roter Krawatte, mit einem Veilchen, in einem schicken Coffee-Shop. Stück für Stück erfahren wir, was ihn dorthin gebracht hat – und warum er die Anrufe auf seinem Handy konsequent ignoriert. Seine Erzählung ist bruchstückhaft, springt durch die Zeit: zurück zu dem Moment, als er seine Freundin Gabi zwei Jahre zuvor kennenlernte, und vorwärts in die Gegenwart – inklusive der überraschenden Erklärung für sein mysteriöses blaues Auge.

Ticker verhandelt ernste Themen, doch der Text ist voller Humor. Obwohl Spencer Ausbrüche von Eifersucht und Wut eingesteht, wirkt er zunächst wie ein unkomplizierter Spaßvogel – was seine kumpelhafte Unfähigkeit unterstreicht, sich seinen Gefühlen und seinem Verlust zu stellen. Wer im Vorfeld keine PR-Texte oder Rezensionen gelesen hat, wird vom plötzlichen Tod ebenso erschüttert wie von der Spannung um die Ursache – und der Frage, ob Spencer dafür verantwortlich ist. Allerdings geht ein Teil dieser Spannung verloren, wenn man aus dem Fringe-Programm bereits weiß, dass Machell Ticker geschrieben hat, um auf die Herzerkrankung „Sudden Death Syndrome“ aufmerksam zu machen. Beim Hinausgehen werden Informationsblätter der Charity Cardiac Risk in the Young (CRY) an das Publikum verteilt.

Gemeinsam mit Regisseur Derek Anderson hat Machell eine einprägsame Figur geschaffen; doch während er Spencers Unfähigkeit, mit dem Geschehenen umzugehen, vermitteln will, wirkt die Geschichte stellenweise unausgewogen und verwirrend. Dennoch profitiert Ticker von Machells starker, fesselnder Darstellung eines geplagten jungen Mannes – gebrochen und verletzlich, aber mit einem düsteren Zug von Aggression.

Läuft bis 25. August 2019

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