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REZENSION: Die Unfriend, Wyndham's Theatre ✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T. Davies rezensiert The Unfriend, jetzt im Wyndham’s Theatre.

Sarah Alexander, Frances Barber und Lee Mack. Foto: Manuel Harlan The Unfriend

Wyndham’s Theatre, London.

8. Januar 2024

2 Sterne

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Eine flott angesetzte Wiederaufnahme von Steven Moffats schwarzer Komödie über eine Serienmörderin, die von dem netten, bürgerlichen englischen Ehepaar Peter und Debbie zu sich nach Hause eingeladen wird – und die aus reiner Höflichkeit nicht den Mut aufbringen, sie wieder vor die Tür zu setzen. Es ist eine klassische Sittenkomödie, in der gute Manieren zum Mord führen könnten; dennoch wirkt alles sehr harmlos und erreicht nie jene Tiefen der Finsternis, die möglich wären. Mit Lee Mack, der die Rolle des Peter übernimmt und damit Reece Shearsmith ablöst, stimmt das komische Timing im gesamten Ensemble – und doch wird aus dem potenziell von Inside Number 9 durchtränkten Reigen aus Wendungen und Horror eine recht vorhersehbare Nummer, fest verankert in der Sitcom-Vorstadtidylle, vielleicht als bewusste Verneigung vor der Geschichte britischer Comedy. (Die Teenager sind schrecklich, der Nachbar ein Nervfaktor, klaut aber die Show, etc.)

Lee Mack und Sarah Alexander. Foto: Manuel Harlan Das Paar begegnet der rätselhaften Elsa auf einer Kreuzfahrt und lädt sie unbedacht ein, doch vorbeizuschauen und zu bleiben, falls sie jemals in ihrer Ecke Englands ist. Weil sie an Bord nicht einmal schnell googeln, finden sie erst kurz vor ihrer Ankunft heraus, dass sie mehrerer Morde beschuldigt wird – wenn auch nie verurteilt. Elsa ist eine Rolle wie gemacht für Frances Barber, und sie geniesst es sichtlich, mit voller Energie hineinzugehen und die Produktion zusammenzuhalten. Bei Lee Mack ist es schwer, über seine Comedy-Persona hinauszukommen – trotz seiner Hauptrolle in der inzwischen am längsten laufenden Sitcom Not Going Out – und ich hatte das Gefühl, wir bekommen Peter als Figur nie wirklich zu sehen. Er spielt ein bisschen zu sehr Richtung Publikum und zieht gelegentlich den Fokus an sich. Sarah Alexander, bekannt aus Moffats hervorragender Serie Coupling, zeigt ebenso präzises komödiantisches Timing, und Nick Sampson ist als der Nachbar, den man vor Langeweile anschreien möchte, weil er so öde ist, völlig überzeugend. Elsas Einfluss hat etwas von einer deutlich unheimlicheren Mary Poppins: Auf die Kinder Alex und Rosie – solide gespielt von Jem Matthews und Maddie Holiday – wirkt sie so, dass sie zu wesentlich angenehmeren Menschen werden, und sowohl die Nachbarschaft als auch ein neugieriger Polizist verlieben sich in sie.

Lee Mack, Frances Barber und Sarah Alexander. Foto: Manuel Harlan

Vielleicht, weil das Stück von einem Autor von Moffats Kaliber stammt, sind die Erwartungen hoch – doch ironischerweise, gerade weil Moffat Geschichten so geschickt verdrehen kann, werden die Einsätze nie hoch genug gesetzt; alles fühlt sich ein wenig zu sicher an. Es gibt lange Passagen – Alex, der unablässig nach seiner Mutter ruft, der Nachbar, der zu Beginn des zweiten Aktes minutenlang auf dem Sofa sitzt –, die kaum eine Pointe oder einen Ertrag haben. Das soll nicht heissen, dass es nicht auch ein paar ordentliche Lacher gibt, aber es ist frustrierend, dass ein Stück, das sich ewig Zeit nimmt, seine Ausgangslage aufzubauen, so wenig daraus macht – und genau dann endet, wenn es gerade anfängt, interessant zu werden.

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