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KRITIK: Der Hai ist kaputt, Assembly George Square, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert The Shark Is Broken, jetzt im Assembly George Square im Rahmen des Edinburgh Fringe zu sehen

The Shark is Broken. Assembly George Square, Edinburgh Festival Fringe.

15. August 2019

4 Sterne

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Guy Masterson hat dem Fringe schon so viele hervorragende Produktionen beschert – und hier ist eine weitere mit erstklassigem Spiel und einer überzeugenden Präsentation. Das Stück ist äußerst originell und hat dazu eine Kult-Ikone im Zentrum, die wir alle kennen und lieben! Wir schreiben das Jahr 1974, und Shaw, Dreyfus und Scheider sitzen während der Dreharbeiten zu einem Film fest, an den sie kaum glauben – weil der mechanische Hai ständig den Geist aufgibt. Ja, es geht um Der weiße Hai, und dieses wunderbare Stück liefert einen scharfsinnigen, urkomischen und zugleich berührenden Blick auf Hollywood und den Ruhm.

Diese besondere Tiefe bekommt das Stück auch dadurch, dass einer der Co-Autoren (neben Joseph Nixon) Ian Shaw ist – der Sohn von Robert, den er in dieser Inszenierung selbst spielt. Wie er im Programmheft anmerkt, sieht er seinem Vater – erst recht mit Schnurrbart – verblüffend ähnlich, so wie dieser damals Quint spielte. Und er ist aufrichtig in der Darstellung des Vaters, den er liebte, trotz seiner Schwächen, zu denen Alkohol gehörte. Doch auch das übrige Casting überzeugt: Duncan Brody als Scheider/Chief Brody und Liam Murray Scott als Dreyfus/Hooper. Während sich der Dreh endlos hinzieht und die Haimaschinen immer wieder ausfallen, streiten, zocken und raufen die Männer – und denken über Ruhm und ihr Leben nach. Shaw und Dreyfus geraten ständig aneinander: Der ältere Schauspieler ist zynisch gegenüber seinem Beruf, vermisst seine Familie zu Hause in Irland, hält seine Arbeit für unwürdig – und prallt auf das Ego des jüngeren Kollegen und dessen Hunger nach Berühmtheit. Der Friedensstifter ist Scheider, die Stimme der Ruhe und Vernunft – und außerdem, ganz herrlich, ziemlich langweilig!

Natürlich im Rückblick geschrieben, bietet das Stück urkomische Gespräche über Der weiße Hai und das Kino: Alle rechnen damit, dass der Film floppen wird – dabei wurde er zum ersten „offiziellen“ Sommer-Blockbuster und veränderte die Branche für immer. Dreyfus erzählt, Spielberg habe mit ihm über seinen nächsten Film gesprochen, in dem freundliche Außerirdische vorkommen (Unheimliche Begegnung der dritten Art), und Scheider meint, eine Fortsetzung zu Der weiße Hai könne es niemals geben – und selbst wenn doch, würde er auf keinen Fall mitmachen. (Hat er dann doch!) Aber es ist Shaw, der einem ans Herz geht – besonders, wenn er als Robert vom Tod seines Vaters spricht. Man spürt, wie sehr er sich an den geliebten Vater erinnert, und seine Rede als Quint, die das Stück beschließt, ist eine wunderbare Verneigung. Darüber hinaus ist das Stück selbst eine Hommage an Hollywood und die Magie des Kinos. Und mit ein paar Takten DIESER Musik ertappt man sich womöglich schon kurz darauf dabei, den Film wieder einzulegen!

 

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