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REZENSION: The Canary And The Crow, Roundabout, Summerhall, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

5. August 2019

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert The Canary and the Crow von Daniel Ward, derzeit im Roundabout Summerhall im Rahmen des Edinburgh Fringe 2019 zu sehen.

The Canary and the Crow

Roundabout, Summerhall, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Daniel Ward schöpfte aus seinen eigenen Kindheitserfahrungen, um Middle Childs aufregendes neues Stück Gig-Theatre, The Canary and the Crow, zu schaffen. Mit Charme und Leidenschaft erzählt er seine halb autobiografische Geschichte eines schwarzen Jungen aus der Arbeiterklasse, der ein Stipendium gewinnt, das ihn an eine schicke Privatschule katapultiert, an der fast alle Schülerinnen und Schüler weiss sind. Mit dem wiederkehrenden, fabelhaften Motiv des lieblich singenden Kanarienvogels und der krächzenden Krähe zeigt er, wie es ist, zwischen zwei gegensätzlichen Welten festzustecken und nicht zu wissen, wohin man gehört.

Über die Bühne wirbelnd verkörpert Ward die grenzenlose Energie und Verwirrung eines Elfjährigen, der nach und nach von den Erwartungen zermürbt wird, die auf ihm lasten – in einem Umfeld, in dem man ihn immer wieder daran erinnert, er sei „der Andere“, ein Botschafter der „Badlands“. Dem Jungen wird gesagt, dieses Stipendium sei sein Weg zu „einem Neustart, einem neuen Ich“ – doch rückblickend fragt sich der Erwachsene, was aus seiner Identität geworden ist, nachdem er „weissgewaschen“ wurde. Der Kulturclash beginnt witzig: Rachel Barnes und Laurie Jamieson spielen die geschniegelt-weissen Kids und Lehrkräfte, denen der Junge begegnet. Doch schon bald kippt es, wird unerquicklich – und zur Quelle von Empörung.

Wards poetisches Schreiben wird von Musik von Prez 96 und James Frewer begleitet: Hip-Hop und Grime stehen neben ausdrucksstarken Celli und bilden den Soundtrack zu den Spannungen und der Entrüstung, die sich durch die Geschichte ziehen. Nigel Taylor ist herausragend – nicht nur wegen seiner präzisen Hip-Hop-Rhythmen, sondern auch als Teenager Snipes, Sinnbild für die Welt, die der jüngere Daniel hinter sich lässt, und ein Beispiel dafür, was aus jemandem mit Ehrgeiz, aber ohne Chancen werden kann.

Dieses Drama über Klasse und kulturelle Unterschiede sagt vielleicht nichts grundsätzlich Neues, und es unternimmt keinen Versuch, Antworten auf die Spannungen zu finden, die Ward zeichnet – doch es ist ein packendes Stück Theater. Unter Regisseur Paul Smith und Movement Director Ryan Harston besitzt es eine treibende Energie, die einen mitreisst, getragen von Wards meisterhafter, zutiefst persönlicher Performance.

Läuft bis 25. August 2019

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