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REZENSION: Ausgerutscht. Cinderella ... Neuauflage, Royal Vauxhall Tavern London ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
18. Dezember 2019
Von
markludmon
Mark Ludmon rezensiert das neue Märchenstück der Royal Vauxhall Tavern, Slipped: Cinderella...Neugestartet
Foto: chrisjepson.com Slipped: Cinderella...Neugestartet
Royal Vauxhall Tavern, London
Vier Sterne
Nachdem der Royal Vauxhall Tavern einen fantastischen Abrissball gegen Mother Goose und Aladdin geschwungen hat, hat er einem weiteren klassischen Märchenstück mit Slipped eine queere Wendung gegeben. Dieser spielt sich sehr auf erwachsene Jungs und Mädchen aus – die Geschichte von Cinderella wie Sie sie noch nie zuvor gesehen haben. Es hat alles, was Sie von einem traditionellen Märchenstück erwarten, von klassischer Publikums-Interaktion und Anzüglichkeiten bis hin zu Liedern und Albernheiten, aber alles „neu gestartet“ mit ausgelassenem Spaß. Aschenputtel trotzt ihrer hässlichen Stiefmutter, um am Ball zu feiern, aber der gutaussehende Prinz interessiert sich mehr für die Schuhe an ihren Füßen als für das Mädchen selbst.
Foto: chrisjepson.com
Voller guter und weniger guter Witze ist die Show reich an aktuellen kulturellen Referenzen und nur wenig Politik, dank des scharfsinnigen komischen Schreibens von Tim Benzie und Paul Joseph. Wie bei ihren vorherigen Märchenstücken bringt nicht jede Zeile am Abend einen Lacher, aber es kommt immer wieder ein Brüller nach dem anderen. Mit dem musikalischen Leiter Joseph Shears am Keyboard kommt noch mehr Spaß durch einige clevere virtuose Neuinterpretationen von alten und neuen Pop-Hits.
Foto: chrisjepson.com
Unter der Regie von Tim McArthur lässt das Tempo nie nach, wobei die Darsteller mit schelmischer Chemie aufeinander abprallen. Einige sind aus früheren Märchenstücken bekannt, mit Faye Reeves so brillant und unüberwindlich wie eh und je in den Rollen der Fee „Verdammten“ Patentante und Buttons. Der bärtige Travestiekünstler des RVT, Robert McNeilly, kehrt zurück als urkomisch schimpfende böse Stiefmutter, während Rich Watkins köstlich anzüglich als Prinz mit Augen nur für Cinderellas Schuhe ist. Neu bei der Party sind Grant Cartwright als brillant lässige Cinderella und Jim Lavender als ziemlich desillusionierte hässliche Stiefschwester. Gemeinsam machen sie dies zu einem weiteren queeren Highlight der festlichen Saison, das nicht verpasst werden sollte.
Läuft bis zum 8. Januar 2020
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