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REZENSION: Seth Concert Series - Jeremy Jordan und Ashley Spencer ✭✭✭✭✭
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Von
julianeaves
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Julian Eaves bespricht das neueste Angebot der The Seth Concert Series mit Jeremy Jordan und Seth Rudetsky.
Jeremy Jordan und Ashley Spencer The Seth Concert Series: mit Jeremy Jordan, Ashley Spencer und Seth Rudetsky
Online live am Sonntag, 31. Januar, und Wiederholung am Montag, 1. Februar 2021
5 Sterne
Website der The Seth Concert Series
Eines der großartigen Dinge an diesen „Do-it-from-home“-Konzerten mit Plauderei ist, dass sie gelegentlich aus einem Zuhause übertragen werden, in dem mehr als eine Person singen kann. So auch diesmal, als ein bezauberndes Paar Seths Musical-Theater-Emporium einen Besuch abstattete. Jeremy Jordan, angenehm entspannt und warmherzig, begann: „Almost Like Being In Love“ (aus dem treffend betitelten „Finian's Rainbow“ von Burton Lane und Yip Harburg) war ein großartiger Auftakt mit Cocktailbar-Flair, bei dem Ashley Spencer mit ihren unschuldigen Soubretten-Tönen im zweiten Refrain einstieg. Augenblicklich fühlten wir uns wie zu Hause in New York City – vielleicht spät in der Nacht, mit einem beruhigenden Drink in der Hand – und die heutige Welt mit all ihren Sorgen war plötzlich meilenweit entfernt.
Dann schweiften wir noch weiter ab, in die üppige Romantik von George und Ira Gershwins „Embraceable You“, das Ashley auf dem zarten Grat des allerersten Verliebens sang: Sie bewahrte wunderbar das süße Knistern des Moments und gab ihm zugleich einen sehr geerdeten, modernen Anstrich.
Damit waren wir wieder bei Jeremy – und über ein paar hübsche Anekdoten vom Drehen fürs Fernsehen – bei Sarah Bareilles’ „Waitress“ und „She Used To Be Mine“: Hier stellte er uns seinen zeitgenössischeren Crooner vor, mit liebenswerten, flötenden Falsett-Verzierungen, die hoch über dem raueren, maskulineren tiefen Register schwebten – eine Darbietung, die die emotional zwiespältige Situation dieser unvergleichlichen Ballade perfekt einfängt.
Für die nächste Nummer kamen beide wieder zusammen – aus „Finding Neverland“ (mit Songs von Gary Barlow und Eliot Kennedy): „My Imagination“ wurde für sie zu einem köstlichen Duett, mit wirklich verblüffenden Harmonien. In ihren Händen eine atemberaubende Nummer. Über eine noch wundervollere Schlusskadenz der dieswöchigen Sing-off-Teilnehmenden tasteten wir uns dann Richtung „Grease“-Gefilde vor: Dort war John Farrars „Hopelessly Devoted“ in Ashleys Händen einfach zum Anbeißen. Danach beschenkte uns Jeremy mit einem sehr idiomatischen „Maria“ aus „West Side Story“ (Bernstein/Sondheim). Und er feuerte es direkt aus dem Stadion – bis in den Himmel …
Dort landeten wir bei Nicholas Ashford und Valerie Simpsons „You're All I Need To Get By“, souverän als Duett serviert, mit einem beschwingten Rock-Puls – und zusätzlichen Vocals – von Seth. Ein Besuch in Rudetskyland wäre allerdings nicht komplett, ohne Stephen Schwartzs eigener, meistgeliebter Alternativwelt „Wicked“ die Ehre zu erweisen – und so ließ Ashley „When I Meet The Wizard“ fulminant vom Stapel.
„Santa Fe“ war eine weitere umwerfende Nummer für Jeremy (Alan Menken und Jack Feldman, aus „Newsies“). Und dann glitten wir herrlich in die Medley-Welt hinüber, damit diese beiden großartigen Vollblut-Entertainer uns alle von den Stühlen holen – zum Mitklatschen, Hüftenwiegen und Arme-in-die-Luft-Werfen bei einem großartigen, echten Showbiz-Grand-Finale! Oh – und nicht zu vergessen ein letzter „Grease“-Knaller, der uns an unbeschwerte, glückliche Tage erinnerte: „Summer Nights“ (Jim Jacobs und Warren Casey). Und als finales Finale noch eine weitere großartige Stephen-Schwartz-Nummer aus „Rags“ – eine Hymne des Optimismus: „Children“. Perfekt!
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