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REZENSION: Plastic, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

29. April 2018

Von

pauldavies

Paul T Davies rezensiert Kenny Emsons Stück Plastic im Mercury Theatre Colchester.

Louis Greatorex und Thomas Coombes in Plastic. Foto: Mathew Foster Plastic

Mercury Theatre

28. April 2018

5 Sterne

Gewinner des ersten Mercury Theatre Playwriting Wettbewerbs 2016, ist Kenny Emson ein Dramatiker, tief verwurzelt in seiner Heimat Essex. Seine Umgebung sind die Docks, die Sümpfe, Hochhausviertel und Essex-Jungs und -Mädchen, Familien und Verzweiflung, die durch Alkohol und Drogenerlebnisse gelindert werden. Es klingt alles ein bisschen stereotyp, aber sein Essex ist nicht das einzig wahre Essex, seine Arbeit ist visceral und packend. Plastic ist vielleicht sein bisher meisterhaftestes Stück, präsentiert in einer brillanten Produktion von Poleroid Theatre im Mercury letzte Woche.

Kev, Ben, Jack und Lisa kehren obsessiv zu denselben Punkten in ihrer Geschichte zurück, verdammt dazu, ihr Leben, das Mobbing in der Schule, den Druck, den Moment, in dem Kev im All Essex Cup Finale versagt, immer wieder nachzuerzählen und zu wiederholen. Gesellschaftlich verurteilt zu stetigem Versagen, wo Fußballtalent über alles geschätzt wird. Die vier Schauspieler sind herausragend, meistern mühelos den Rhythmus und die Poesie des Textes. Zwischen ihnen liegt kein Blatt in Bezug auf Charakterdarbietung, Leidenschaft und Erzählkunst - Mark Weinman ein exzellenter, gequälter Kev, älter aber verliebt in Lisa, die bezaubernde und selbstbewusste Madison Clare. Jack, ein typischer Junge, der seinen Weg in seiner Welt zu finden versucht, wird von Louis Greatorex und Thomas Coombes großartig zum Leben erweckt, jener als gemobbter, gequälter Ben, dessen Refrain „Denke Columbine, denke Virginia Tech, denke Sandy Hook“ und seine Aneignung eines Skalpells zu einem erwarteten Angriff führt. Aber Emson zieht dem Publikum geschickt den Boden unter den Füßen weg, und der Sinn des Stücktitels wird erschreckend klar. Es gibt eine großartige Sequenz, in der Jack und Lisa das Wort „Blinken“ wiederholen und sich ihre Zukunft vorstellen - die sich als nicht vorhanden für sie entpuppt. Josh Roches fesselnde und kraftvolle Inszenierung entfaltet sich auf einem einfachen, aber effektiven Bühnenbild von Sophie Thomas, mit der Lichtgestaltung von Peter Small, die im Rhythmus des gesprochenen Wortes pulsiert.

Mark Weinman als Kev in Plastic.

Emsons Drehbuch packt einen förmlich am Kragen und lässt einen kaum atmen, während seine Geschichte einen in den Sitz bannt. Am Ende der 70 Minuten holt man tief Luft, um wieder in seine Welt einzutauchen. Es kam ans Mercury nach einem erfolgreichen Lauf am Old Red Lion in London, und ich hoffe, dass die Theatergötter diesem außergewöhnlichen Stück weiteres Leben schenken. Die beste Fringe-Produktion, die ich dieses Jahr bisher gesehen habe.

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