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REZENSION: Oh, What A Lovely War, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭

Veröffentlicht am

23. September 2023

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Blackeyed Theatres Produktion von Oh What A Lovely War im Mercury Theatre Colchester im Rahmen einer landesweiten Tournee.

Oh What A Lovely War. Mercury Theatre, Colchester 22.9.23 3 Sterne Website von Blackeyed Theatre Anlässlich des 60. Jubiläums der klassischen Show, die von Joan Littlewoods Theatre Workshop entwickelt wurde, geht Blackeyed Theatre mit dieser neuen Produktion auf Tour. Damals revolutionierte das Stück das Musicaltheater, indem es die Geschichte des Ersten Weltkriegs mithilfe von Liedern erzählte, die in jener Zeit populär waren – teils offiziell, teils mit von Soldaten umgedichteten Texten. Es bleibt eine kraftvolle Antikriegsaussage und ist erschreckenderweise noch immer aktuell. Es gibt viel zu bewundern, auch wenn sich manches Material etwas in die Länge zieht: So ist etwa eine Szene, die zeigt, wie viele Millionäre durch den Krieg entstanden, zwar treffend, schleppt sich aber deutlich über den Punkt hinaus. Stellenweise ist es auch etwas hektisch – besonders die erste Hälfte braucht eine Weile, bis sie zur Ruhe kommt –, und es gibt keine „Jedermann“-Figur, der wir folgen und mit der wir mitfühlen können. Dennoch ist es an manchen Stellen zutiefst bewegend, und Projektionen erinnern uns an den grauenhaften, beinahe unglaublichen Verlust an Menschenleben – an Verwundete und Vermisste.

Ein starkes Ensemble aus Schauspieler*innen und Musiker*innen, die mühelos mehrere Rollen übernehmen und mehrere Instrumente spielen, und die Energie bleibt durchgehend hoch. Zeremonienmeister Christopher Arkeston führt uns mit souveräner Erzählstimme durch diese Seebad-Pier-Revueshow, Tom Crabtree wechselt gekonnt die Figuren, und Harry Curley stiehlt mit seiner Vielzahl an Rollen fast allen die Szene. Alice E Mayer veranschaulicht wirkungsvoll die patriotische Propaganda jener Zeit, Chioma Uma setzt als Krankenschwester, die Keep The Home Fires Burning singt, einen wunderschönen Höhepunkt, und Euan Wilson gibt einen hervorragenden Haig – und zeigt, wie Public-School-Dünkel und das Klassensystem Millionen in den Tod schickten. Besonders einprägsam ist die Kirchensequenz, in der die Soldaten die Kirchenlieder umschreiben, um ihren Galgenhumor widerzuspiegeln, und das Ende ist besonders ergreifend.

Regisseurin Nicky Allpress schafft große Einfälle und Stil, und Victoria Spearings Bühnenbild ist trügerisch schlicht: Es ermöglicht einen freien Fluss der Aktionen und vermittelt doch alles, was wir wissen müssen. Seit seiner Entstehung war dieses Werk stets ein kraftvoll bildendes Stück – und das ist es nach wie vor. Es ist eine intime Produktion, und vielleicht wirkte sie im großen Zuschauerraum des Mercury ein wenig verloren, doch das schmälert die Wucht von Littlewoods Workshop in keiner Weise. Auf Tour: Oh What A Lovely War – Blackeyed Theatre

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