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KRITIK: Manic Street Creature, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

26. Oktober 2023

Von

markludmon

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Mark Ludmon bespricht Maimuna Memons Fringe-Hit aus Edinburgh, Manic Street Creature, nach dem Transfer ins Southwark Playhouse Borough in London

Manic Street Creature

Southwark Playhouse Borough, London

Vier Sterne

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Wer sich in Maimuna Memons Manic Street Creature begibt, wird vorab darauf hingewiesen, dass es Bezüge zur psychischen Gesundheit gibt – mit Hilfsangeboten für alle, die sich davon betroffen fühlen. Umso weniger überrascht es, dass dies eine intensive Reise durch die Höhen und Tiefen einer Beziehung zwischen zwei Musiker*innen ist, die jeweils ihre eigenen Dämonen bekämpfen.

Von Memon selbst geschrieben und gespielt, ist es ein fesselndes Stück Erzähltheater, durchwoben von einer beeindruckenden, souligen Playlist mit streichergetragenen Songs. Wunderschön arrangiert und begleitet von Rachel Barnes am Cello und Harley Johnston am Schlagwerk – wobei der Klang des Trios auch Gitarren, Keyboard und Harmonium einbezieht.

Die Produktion feierte im vergangenen Jahr in Edinburgh Premiere und gewann anschließend Auszeichnungen, darunter den Mental Health Award – ein Spiegel ihrer klugen Darstellung von psychischer Erkrankung und Psychologie. Als Erzählerin spielt Memon Ria, eine junge Frau, die aus Lancashire nach London kommt, um eine Musikkarriere aufzubauen. Sie verliebt sich in den Musiker Daniel, doch bald wird deutlich, dass er mit einer bipolaren Störung lebt – früher als manische Depression bekannt –, was für beide eine Achterbahn der Gefühle auslöst.

Die Geschichte stellt Fragen, mit denen viele Menschen mit Erfahrungen rund um psychische Erkrankungen konfrontiert sind. Wie viel von Persönlichkeit und Antrieb geht verloren, wenn man Medikamente nimmt? Wie können Menschen mit psychischen Problemen Beziehungen aufrechterhalten? Welche Auswirkungen hat das auf Angehörige und Pflegende von Menschen mit psychischen Belastungen? Zugleich geht es um Rias Weg der Selbstfindung und darum, wie sie das Aufwachsen ohne Vater geprägt hat. Gerahmt als Ria, die im Studio Tracks aufnimmt, präsentiert das Stück auch die unbequeme Wahrheit, dass künstlerische Kreativität oft aus Schmerz und psychischer Erkrankung heraus entsteht.

Trotz der ernsten Thematik bringt Memon, gemeinsam mit Regisseurin Kirsty Patrick Ward, Charme und Humor in die Erzählung. Gespielt wird in der Runde – wie bereits 2022 im Roundabout-Zelt von Paines Plough in Summerhall – was die Intimität und Wucht dieses eindringlichen Stücks Gig-Theatre noch verstärkt.

Im Southwark Playhouse Borough bis zum 11. November 2023.

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