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KRITIK: Curtains, Wyndham's Theatre London ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon bespricht die UK-Tourneeproduktion von John Kander und Fred Ebbs Musical-Komödie mit Krimi-Twist Curtains im Wyndham’s Theatre, London, mit Jason Manford in der Hauptrolle

Das Ensemble von Curtains. Foto: Richard Davenport

Wyndham’s Theatre, London

Vier Sterne

Curtains auf Tour! Klicken Sie hier, um den  UK-TOURNEEPLAN VON CURTAINS zu sehen

Über 13 Jahre hat es gedauert, bis Curtains, das letzte gemeinsame Musical von Kander und Ebb, nach seinem US-Debüt endlich das Londoner West End erreicht. Es ist vielleicht nicht ganz so makellos wie andere Werke des Duos, etwa Cabaret oder Chicago, doch diese herrlich unterhaltsame Mischung aus Komödie, Musik und Mordrätsel macht enormen Spass. Mit einer glänzenden Besetzung um den Comedian Jason Manford ist die neue Produktion im Wyndham’s – Teil einer UK-Tournee, die noch bis April läuft – voll Charme und Witz, sodass sich das lange Warten wirklich gelohnt hat.

Jason Manford und Ensemble. Foto: Richard Davenport

Im Zentrum steht eine Krimi-Handlung im Stil eines klassischen Ermittlerformats, die direkt aus einer Folge von Midsomer Murders stammen könnte. Bei einer Voraufführung ausserhalb der Stadt für eine Broadway-Produktion wird die talentfreie Hauptdarstellerin ausgerechnet während des Schlussapplauses irgendwie ermordet – und der Verdacht fällt auf Ensemble und Kreativteam. Damit betritt Manfords Ermittler Frank Cioffi die Bühne: hin- und hergerissen zwischen dem Auftrag, den Täter zu finden, und seiner Leidenschaft fürs Theater. Als campiger, herrlich schwarzhumoriger Whodunnit funktioniert das bestens – im Kern aber ist das Stück eine Liebeserklärung an das Theater: an die Dramen hinter der Bühne, die überlebensgrossen Figuren und an Songs, die das Leben der „Show People“ ausleuchten.

Samuel Holmes in Curtains. Foto: Richard Davenport

Zugleich ist es eine Hommage an das klassische Musical – mit aufwendig inszenierten Song-and-Dance-Nummern aus Robbin’ Hood, einer Rodgers-&-Hammerstein-Pastichie, die das 1959er-Setting der Story spiegelt. Mit spektakulärer Choreografie von Alistair David treiben diese Szenen die Handlung zwar nicht unbedingt stark voran, aber wie so oft im 20.-Jahrhundert-Musical sind sie eine pure Freude. Sie verlängern die Spielzeit, doch das wird durch den Witz in Rupert Holmes’ Buch und Fred Ebbs Liedtexten mehr als ausgeglichen. Die messerscharfen One-Liner feuert Samuel Holmes am treffsichersten ab – als köstlich narzisstischer Regisseur Christopher Belling – und Rebecca Lock glänzt in einer starken Leistung als knallharte Produzentin Carmen Bernstein. Es fehlt der Platz, um dieses makellose Ensemble vollständig zu würdigen, doch Andy Coxon und Carley Stenson stechen als Komponist und Texter der fiktiven Show besonders hervor; Emma Caffrey und Leah Barbara West sind zudem hervorragend als ehrgeizige Darstellerinnen Bambi Bernét und Niki Harris.

Das Ensemble von Curtains. Foto: Richard Davenport

Mit Arrangements von Musical Supervisor Sarah Travis funkeln John Kanders Melodien – von grossen komischen Nummern wie „Show People“ und „It’s a Business“ bis zu den berührenderen Songs „Coffee Shop Nights“ und „I Miss the Music“ – einem Lied über einen Komponisten, der seinen Texter verliert, das zusätzliche Wehmut bekommt, weil Ebb starb, bevor Curtains fertiggestellt war. David Woodheads Bühnenbild und Gabriella Slades Kostüme evozieren gekonnt die Backstage-Welt eines Provinztheaters – ein fast zufälliger Begleiter zu Michael Frayns klassischer Backstage-Farce Noises Off, ein paar Türen weiter im Garrick. Ein Teil des Humors setzt Theaterkenntnis voraus, doch unter der Regie von Paul Foster gibt es in dieser reichhaltigen Mischung aus Komödie, Musik, Tanz und Whodunnit mehr als genug, um zu begeistern.

Curtains geht auf UK-Tournee bis April 2020. Klicken Sie auf den Link für eine vollständige Liste der Spielorte.

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