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REZENSION: Die Schöne und das Biest, Polka Theatre ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
30. November 2015
Von
danielcolemancooke
Die Schöne und das Biest
Polka Theatre
28. November
4 Sterne
Die Schöne und das Biest ist eines der ältesten und beliebtesten Märchen, das seit der hochkarätigen Disney-Adaption fest im öffentlichen Bewusstsein verankert ist.
Es ist also keine Überraschung, dass es vom Polka Theatre, einem der wenigen Kindertheater Londons, als Weihnachtsproduktion ausgewählt wurde. Die Inszenierung zeigt eine gekürzte Version der bekannten Geschichte, obwohl der Schauplatz nach England verlegt wurde, wobei London und Devon Schlüsselrollen spielen (seltsamerweise wird Devon als eine Art ländliche Provinz dargestellt).
Ein Händler begegnet einem schrecklichen Biest, das zustimmt, sein Leben zu verschonen, wenn seine jüngste und gütigste Tochter, Belle, stattdessen mit ihm lebt. Unterdessen hat Belles eitle Schwester ihre eigenen Probleme, als sie ihren gutaussehenden Prinzen abweist, nachdem sie entdeckt, dass sie ihr Vermögen verloren hat. Der Prinz verkleidet sich als ein lokaler Bauer, um aus nächster Nähe zu sehen, wie rein ihr Herz wirklich ist.
Es ist eine farbenfrohe und gut geschriebene Adaption; Charles Ways Drehbuch enthält Witze, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern Anklang finden. Die Familienszenen sind besonders gut geschrieben, mit einigen lustigen Streitereien und Rivalitäten zwischen den beiden Schwestern.
Der angenehmste Aspekt dieses Stücks ist die Choreographie – es gibt ein ballettartiges und traumhaftes Element in vielen Bewegungen, mit einigen schönen Tanzeinlagen während der Szenenwechsel. Die Eröffnungsszene, die eine Darstellung von Belles Alptraum eines Schiffbruchs zeigt, ist besonders hervorragend und bringt das Stück mit einem Knall in Schwung.
Ritu Arya ist eine reine und sanfte Belle, porträtiert sie aber auch als eine Heldin mit beträchtlicher Willensstärke und Widerstandsfähigkeit (und guten Tanzbewegungen!). Andrew Chevalier war urkomisch geckenhaft als der Gentleman Daniel und zeigte auch eine großartige komödiantische Leistung, als er als einfacher Landmann verkleidet war. Jason Eddys Biest war die meiste Zeit der Show maskiert, vermochte es jedoch, sowohl Bedrohung als auch Zärtlichkeit als der fehlerhafte Bösewicht, der zum Helden wurde, zu vermitteln.
Das Bühnenbild von Laura McEwen ist reich an Fantasie und Lebendigkeit; einige kindliche Projektionen tragen dazu bei, eine Atmosphäre von traumhaftem Staunen zu schaffen. Auch die Kostüme sind prächtig und elegant, mit einer mitreißenden Partitur des Komponisten Julian Butler.
Treue Disney-Zuschauer mögen das Gefühl haben, sie hätten alles schon einmal gesehen, aber diese Version von Die Schöne und das Biest ist charmant und gut gespielt. Es läuft bis Februar, also gibt es genügend Zeit, es sich anzusehen, sei es als Weihnachtsschmankerl oder um die Januar-Blues zu vertreiben.
Die Schöne und das Biest läuft im Polka Theatre bis zum 7. Februar 2016
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