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REZENSION: Barfuß im Park, Frinton Sommer Theater ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Neil Simons „Barfuß im Park“, präsentiert im Rahmen der Frinton Summer Theatre Season 2023.

Barfuß im Park.

Frinton Summer Theatre

18. Juli 2023

3 Sterne

Website des Frinton Summer Theatre

Einer der vielen Reize des wöchentlichen Repertoires des Frinton Summer Theatre ist, dass man Woche für Woche in andere Orte und Lebenswelten versetzt wird. Nach dem britischen Hochglanz von Abteien und Palästen in der vergangenen Woche sind wir nun in New York – und bei Neil Simons erstem Broadway-Hit aus dem Jahr 1963. Die frisch verheirateten Corie und Paul ziehen sechs Tage nach ihrer Hochzeit in ihr unmöbliertes, kaltes New Yorker Loft. Er ist Anwalt, hält sich an Regeln und wirkt ein wenig steif; sie ist unbeschwerter und abenteuerlustig – der Typ, der im Winter barfuß durch den Park läuft. Sie scheinen ein ungleiches Paar zu sein und denken nach kurzer Zeit sogar darüber nach, die Scheidung einzureichen, obwohl ihre Yin-und-Yang-Anteile sie eigentlich zum perfekten Duo machen. Das Faszinierende daran, Komödien aus dieser Ära zu sehen, ist, dass man bereits die Keime dessen erkennt, was später als Romcom bekannt wurde – nur geht es hier weniger um „Kommen sie zusammen oder nicht?“, sondern eher um: Sie sind schon zusammen – und jetzt? Schwierig ist, dass manche gesellschaftlichen Haltungen der Sechziger heute etwas unerquicklich wirken, und ich fürchte, das Stück knarzt stellenweise ein wenig.

Das Ensemble ist spielfreudig: Jamie Treacher ist als Paul der perfekte Gegenpol zu Olivia Bernstones Corie. Zu Beginn stellen beide ihre Figuren sehr klar auf, doch im dritten Akt hatte ich das Gefühl, die Leidenschaft der Auseinandersetzungen hätte ruhig stärker losbrechen dürfen – zur Premiere wirkte es stellenweise etwas flach und hätte eine größere emotionale Bandbreite vertragen. Den größten Charme liefert allerdings die Nebenhandlung: Olivia Carruthers ist als Cories Mutter Ethel ein wahrer Genuss – geschniegelt, geschniegelt, bemüht, nicht kritisch zu klingen. Der Nachbar von oben, Victor Velasco, wirkt anfangs ziemlich unheimlich, zumal Corie auf die Idee kommt, die perfekte Lösung sei, ihn mit ihrer Mutter zu einem Blind Date zu verabreden! Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut – vor allem wegen des Zusammenspiels der beiden Darsteller*innen. Das war vielleicht nicht ganz Simons Absicht, aber ihre Geschichte ist der eigentliche „Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht?“-Faden. William Meredith rahmt die Inszenierung als zynischer, schlagfertiger Telefonmonteur wunderbar ein.

Ich weiß, ich habe es schon einmal gesagt, aber Sorcha Corcorans Bühnenbild ist ein Triumph: Es beginnt im ersten Akt fast leer und verwandelt sich in der Pause in genau jene Art New Yorker Studio-Apartment, in der wir alle gern wohnen würden! Es ist eine trittsichere Produktion – wenn auch vielleicht nicht die stärkste Wahl der Spielzeit; man merkt dem Stück sein Alter ein wenig an. Zu sehen bis Samstag, 22. Juli.

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