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KRITIK: & Juliet, Shaftesbury Theatre London ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht & Juliet, eine Neuinterpretation von Romeo und Julia mit der Musik von Max Martin, jetzt im Shaftesbury Theatre zu sehen.

Cassidy Janson (Anne Hathaway), Mirian Teak Lee (Juliet) und Melanie La Barrie (Amme) & Juliet

Shaftesbury Theatre

12.2.2022

5 Sterne

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Es ist nie zu spät, auf eine richtig gute Party aufzuspringen – und das hier ist ein mitreissender, grandioser Abend, der das Dach hebt! „Ich habe genug von Romeo und Julia“ – das ist etwas, das ich schon oft gesagt habe, nachdem ich darin gespielt und unzählige Inszenierungen gesehen habe. Aber eine neue Lesart zieht mich immer wieder zurück, und hier zerreisst David West Reads freches, inspiriertes Buch das Drehbuch und stellt sich vor, was passiert wäre, wenn Juliet sich nicht das Leben genommen, sondern ihr Leben weitergelebt hätte. Verbunden mit der Musik und den Songtexten von Max Martin und Co. entsteht ein druckvolles, energiegeladenes modernes Stück – und dank der Popularität von Martins Songs (nur Lennon und McCartney hatten mehr Nummer-eins-Hits in den USA als er) kannte ich mehr Musicalnummern, als ich gedacht hätte!

Oliver Tompsett und das Ensemble von & Juliet

Angesiedelt zur „Premieren-Nacht“ von Romeo und Julia hat Anne Hathaway einmal frei davon, die Kinder ihres Mannes (Shakespeare) grosszuziehen – und ist entsetzt über seine Zusammenfassung des neuen Stücks: ganz schön deprimierend. Sie nimmt die Herausforderung an, das Stück umzuschreiben, setzt ihren Einfluss ein, und wer auch immer die Feder in der Hand hat, bestimmt, wie sich die Handlung entfaltet. Es wird – wenn man so will – zu einem regelrechten Feder-Duell, mit so manchem Twist, Gender-Fluidität (ganz im Sinne der elisabethanischen Bühne) und Konflikten, wenn Figuren von ihren Autor*innen fallengelassen werden. Das Ensemble nimmt das Material und hat einen Riesenspass – auf diversen Bällen ebenso wie hinter den Kulissen. Miriam Teak Lee ist eine herausragende Juliet und nimmt uns mit auf ihre Reise von der beinahen Suizid-Statistik zur starken, unabhängigen Frau – mit überwältigenden Vocals, bei denen man ihr „Roar“ definitiv hört! Der absolute Star ist Cassidy Janson, die sich Anne komplett zu eigen macht: mit brillantem komödiantischem Timing und ebenso viel Feingefühl. Oliver Tompsett ist ein schelmischer Shakespeare, und Melanie La Barries Amme stiehlt die Show – besonders in ihren Szenen mit der alten Flamme Lance, der von dem stets hervorragenden David Bedella mit exquisitem französischem Stil gespielt wird. Doch mit der Figur May findet die Show erst so richtig ihren zeitgenössischen Blick: eine Rolle, die anfangs ein bisschen nach Alibi wirkt, dann aber – dank der Schlagfertigkeit und Zartheit von Arun Blair Mangats Performance – zu einem voll ausformulierten Porträt queerer Liebe heranwächst, an der Seite von Tim Mahendrans schüchternem und aufblühendem Francois.

Miriam Teak Lee und das Ensemble von & Juliet. Dem Stil, den Mamma Mia vor über zwanzig Jahren etabliert hat, ist es zu verdanken, dass die Hinführung zu jedem Song nahtlos in die jeweilige Nummer übergeht (Oops… I Did It Again!) – und im Publikum ist die Freude gross, wenn der nächste Knaller erkannt wird, der geschickt in die wirkungsvolle Storyline eingewoben ist.  Boybands sind ein echtes Highlight, genauso wie die Nummern It’s My Life, Stronger, I Kissed a Girl… nun ja, im Grunde jede einzelne Nummer! Weil man so sehr in die Figuren investiert, ist das weit mehr als ein Jukebox-Musical – und, ich wage es zu sagen: Zusammen mit Six lässt es einige der lang laufenden Musicals ein wenig alt aussehen. ABONNIEREN SIE UNSEREN NEWSLETTER

 

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