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REZENSION: Amelie Das Musical, The Other Palace London ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon bespricht Amélie – Das Musical mit Audrey Brisson, derzeit im The Other Palace in London

Foto: Pamela Raith Amelie The Musical The Other Palace, London

Vier Sterne

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Vom ersten Moment an, in dem die melancholischen Klänge eines Akkordeons die Stille durchbrechen, nimmt Amelie The Musical Sie in seine warmherzige Umarmung. Nach einem eher verhaltenen Echo am Broadway wurde die Bühnenfassung des erfolgreichen französischen Films unter Regisseur Mike Fentiman grundlegend überarbeitet – herausgekommen ist eine charmante, warmherzige Show, die die Schrulligkeit und den Witz des Originals von 2001 einfängt, ohne in Kitsch abzurutschen.

Mit einem Ensemble aus Schauspieler-Musiker*innen erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die sich von persönlichem Kontakt zu anderen Menschen abschottet, nachdem sie von einem steifen Vater und einer neurotischen Mutter grossgezogen wurde. Wie eine verborgene Puppenspielerin wird sie vom Tod von Prinzessin Diana dazu inspiriert, in Paris anonyme Gute-Taten-Aktionen zu vollbringen und so das Leben anderer zu verändern – während sie ihr eigenes Sehnen nach Liebe weiter verleugnet, bis ein ebenso eigenwilliger junger Mann in ihr Leben tritt.

Foto: Pamela Raith

Mit hervorragenden, streicherbetonten Orchestrierungen von Barnaby Race und Samuel Wilson trägt Daniel Messés Musik die Geschichte schwungvoll voran – mit mehreren wunderschönen, nachhallenden Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Einzelne Teile der Handlung werden von Energie und Spektakel der Inszenierung mitunter überdeckt, doch das Buch von Craig Lucas sowie die Liedtexte von Nathan Tysen und Messé sind pointiert geschrieben, mit Spritzern herrlich schwarzen Humors.

Foto: Pamela Raith

Die 13-köpfige Besetzung füllt die Bühne mit einer bunten Vielfalt an Figuren, von Tom Jackson Greaves detailreich choreografiert – in einem Stil, der oft an Physical Theatre erinnert. Chris Jared ist als Love Interest Nino hervorragend, doch die französisch-kanadische Darstellerin Audrey Brisson glänzt als Amelie in einer witzigen, berührenden und geradezu hypnotischen Performance. Unterstützt von Tom Marshalls Sounddesign und Elliot Griggs’ Licht kreiert Madeleine Girlings Bühnenbild clever die Boulevards, Cafés und Métro-Züge von Paris – mit einigen visuell eindrucksvollen Details.

Achtzehn Jahre nach Jean-Pierre Jeunets Film wirkt die Show im digitalen Zeitalter relevanter denn je, auch wenn sie weiterhin im Jahr 1997 spielt. Wie es in einer wiederkehrenden Liedzeile heisst: „Everyone’s connected though they may not understand“ – eine kraftvolle Botschaft in einer Zeit, in der die Welt so unverbunden wirkt. Das ist das aufbauende Wohlfühl-Musical, das wir gerade jetzt brauchen: nicht nur voller Herz, sondern auch voller Hoffnung.

Eilmeldung: Amelie läuft jetzt im Criterion Theatre London TICKETS FÜR AMELIE BUCHEN

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