Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

REZENSION: A Prayer For Wings, King's Head Theatre, London ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

Share

Mark Ludmon rezensiert die Wiederaufnahme von Sean Mathias’ „A Prayer for Wings“ im King’s Head Theatre, London

„A Prayer For Wings“. Foto: Ali Wright A Prayer for Wings

King’s Head Theatre, London

Drei Sterne

Tickets buchen

Rund 6,5 Millionen Menschen in Grossbritannien sind pflegende Angehörige und kümmern sich um einen Partner oder Verwandten – oft auf Kosten der eigenen psychischen und körperlichen Gesundheit, so Carers UK. Trotz grösserer Unterstützung und mehr Bewusstsein ist klar: Seit 1985 hat sich nicht allzu viel verbessert, als Sean Mathias in seinem Stück „A Prayer for Wings“ die Trostlosigkeit des Pflegens einfing. Nun wurde es wiederaufgenommen, mit Mathias selbst in der Regie, und erweist sich leider als ebenso relevant wie vor 34 Jahren.

Noch immer in der Mitte der 80er Jahre angesiedelt, zeichnet das Stück die Beziehung zwischen der 20-jährigen Rita nach, die die Schule noch vor ihren CSE-Prüfungen verlassen musste, um ihre Mutter zu pflegen, die aufgrund von Multipler Sklerose ans Haus gebunden ist. Mit einer Mischung aus Drama und Monolog fängt es die komplexe Beziehung der beiden Frauen ein, pendelnd zwischen Liebe und Groll – aber stets mit Liebe als Kern.

Foto: Ali Wright

Lee Newbys Bühne und Kostüme versetzen uns ins Swansea der 1980er Jahre und schaffen das schäbige Innere des Hauses der beiden Frauen in einer ehemaligen Kirche – eine schwere Metapher für eine Geschichte, in der eine junge Frau darum betet, durch die Liebe eines engelsgleichen Mannes gerettet zu werden. Die nüchternere, weltliche Realität: Die einzigen Männer in ihrem Leben sind die Teenager unten am Sportplatz, die sie für sexuelle Gefälligkeiten bezahlen. Trotz dieser verpfuschten Existenz schafft Rita es irgendwie, weiter zu wünschen und zu hoffen, von einem besseren Leben zu träumen.

Trotz ihrer inneren Verzweiflung bleibt Rita nach aussen hin optimistisch – Alis Wyn Davies spielt sie mit Melancholie und Charme. Ebenbürtig ist ihr Llinos Daniel als Mutter, die sich ebenfalls nach besseren Zeiten sehnt, bevor die Krankheit ihre Identität übernahm. Mit Luke Rhodri als einer Reihe junger Männer profitiert die Produktion von starken Leistungen und einer präzisen Regie, doch das Drama ist unerbittlich in seiner Darstellung der sich ständig wiederholenden Monotonie und der kargen Hoffnungslosigkeit, die das Leben als pflegende Angehörige*r in einer co-abhängigen Beziehung mit sich bringt. Mathias hat mit Rita eine lebendige Figur geschaffen – dennoch blieb bei mir der Wunsch nach mehr, als dieses kurze Stück zu bieten vermag.

Zu sehen bis 23. November 2019 im King’s Head Abonnieren Sie unseren Newsletter

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS